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Lokalsport Altenceller Handballer erleben Alptraum
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17:19 11.12.2017
Celle Stadt

„Wir sind wieder im Abstiegsstrudel angekommen, aber das ist für uns ja keine neue Situation. Wir werden den Kampf annehmen und auch in dieser Saison die Klasse halten. Aber einfacher wird es nicht, denn in der 3. Liga ist zur Zeit die HSG Burgwedel Tabellenletzter. Und wenn sie absteigen würde, gäbe es in der Verbandsliga sogar vier Absteiger“, sagt Team-Manager Reinhard Roselieb.

Große Überraschung vor Spielbeginn: „Tormaschine“ Malte Grabisch war bei Nienburg nicht dabei. Aber die ehemaligen Liebenauer überraschten die Altenceller Sieben von der ersten Minute mit schnellem Umschaltspiel. Die ersten zwölf Minuten mutierten zu einem Altenceller Alptraum. Vorne verwarfen die Schützlinge von Trainer Stefan Schmidt-Kolberg reihenweise und Nienburg bestrafte jeden Fehlwurf gnadenlos. So stand es 8:1 für die Hausherren. Altencelle nahm eine Auszeit und stellte um. Ab sofort verzichteten sie auf Spezialistenwechsel in Angriff und Abwehr. Und der angeschlagene Topscorer Henrik Weinmann, der eigentlich noch geschont werden sollte, musste aufs Feld. So ging ein Ruck durch das Altenceller Team. Es folgten längere Angriffe, erfolgreiche Abschlüsse, die Deckung fasste beherzt zu. Tor um Tor kämpften sich die Gäste ran. In der 26. Minuten war es dann der starke Schmidt-Kolberg, der zum 11:12 traf und den Gegner zur Auszeit zwang.

In der zweiten Halbzeit entwickelte sich dann ein Spiel auf Augenhöhe. Die Führung wechselte hin und her. Keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Nuancen entschieden das Spiel: Altencelle handelte sich dumme Zeitstrafen ein, Nienburg bekam immer wieder Siebenmeter zugesprochen (Siebenmeterverhältnis 6:1). So nahm das Schicksal seinen Lauf. Roselieb über die zu hoch ausgefallene Niederlage: „Schade, hier wäre heute mehr drin gewesen. Jetzt können wir uns intensiv auf die schwierige Rückrunde vorbereiten.“

SV Altencelle: Hövermann, Rodehorst, K. Nowak im Tor; Mummert (1), Michelmann, Kisser (1), Wernig, Weinmann (3), Schmidt-Kolberg (6), K.-M. Nowak, Bode (4), Herbst (5), Petersen (6).

Von Stefan Mehmke