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Lokalsport Am Tag nach Pokal-Lehrstunde gegen Saarbrücken: Celler Tischtennis-Asse besiegen Hertha BSC mit 6:1
Sport Sport regional Lokalsport Am Tag nach Pokal-Lehrstunde gegen Saarbrücken: Celler Tischtennis-Asse besiegen Hertha BSC mit 6:1
17:41 22.10.2017
Von Heiko Hartung
Die Celler Tobias Hippler (links) und Nils Hohmeier hatten im Doppel gegen Hertha BSC Berlin keine Probleme und siegten in drei Sätzen. Quelle: Michael Schäfer (2)/David Borghoff
Celle Stadt

„Erst haben wir das Sahnehäubchen serviert bekommen, dann das Tortenstück“, umschreibt Celles Nummer eins, Philipp Floritz, die beiden Partien gegen Saarbrücken und Berlin. Während das erwartete Pokal-Aus in der mit mehr als 250 Zuschauern ausverkauften Altstädter Schule als das größte Spiel der Vereinsgeschichte in die Analen eingehen wird, brachte der Sieg gegen die Berliner das Team um Kapitän Nils Hohmeier die Tabellenführung in der 3. Liga Nord ein. „Ein ganz wichtiger Sieg gegen einen direkten Konkurrenten um den Aufstieg in die 2. Liga“, urteilte Hohmeier.

Der 19-Jährige war gegen Saarbrücken, das mit seinen Spitzenspielern Patrick Franziska und Tiago Apolonia sowie Deni Kozul und Tomas Polansky aus dem Zweitligateam angereist war, nicht mehr zum Zuge gekommen. Grund: Im Pokal gewinnt das Team, das zuerst drei Siege eingefahren hat. Und das war nach nur einer Stunde und 25 Minuten Saarbrücken.

Floritz (25) hatte gegen den gleichaltrigen Doppel- und Mannschafts-Europameister Franziska ebenso wenig eine Chance, wie Tobias Hippler (18) gegen Portugals Nationalspieler Apolonia. Den Zuschauern war es egal, sie bejubelten jeden gewonnenen Ballwechsel der Celler Außenseiter frenetisch, bauten ihre Lieblinge nach jedem Fehler auf. „Das war ein Super-Event – für uns, für die Fans und für Celle“, schwärmte Floritz hinterher. „Nur schade, dass wir keinen Satz gewonnen haben.“ Dabei war Cedric Meissner ganz nah dran. Der 17-Jährige vergab jedoch gegen Kozul im zweiten Durchgang vier Satzbälle und verlor unglücklich 13:15. „Saarbrücken spielt auf Top-Niveau. Für uns war gut zu sehen, was uns noch fehlt und wo unsere Defizite sind“, lautete Hipplers Fazit. Und Nationalspieler Franziska unterstrich: „Wir haben die Aufgabe sehr ernst genommen und uns voll konzentriert.“ Er bescheinigte den jungen Cellern großes Potenzial und lobte die familiäre und dichte Atmosphäre: „Die kleine Halle erinnert mich an meinen Heimatverein in Höchst“, so Franziska.

Am Tag nach dem Pokal-Knaller kochte die Stimmung in der Altstädter Schule erneut über. Denn dieses Mal wurden die Celler ihrer Favoritenrolle gerecht und überrollten die Berliner. Hippler und Hohmeier gaben im Duell der Einser-Doppel ebenso wenig einen Satz ab, wie Floritz und Meissner am Nebentisch. Und Floritz legte im Einzel gegen die Nummer zwei der Hertha, Deniz Aydin, gleich nach.

Im Duell Alt gegen Jung gab Hippler den einzigen Punkt ab. Der zweimalige Deutsche Meister Torben Wosik ist inzwischen schon 44 Jahre alt, bewies beim 3:1-Erfolg gegen den Celler Teenager aber, dass er immer noch auf einem hohen Niveau spielt.

Nach Hohmeiers 3:0 gegen Andy Römhild siegte auch Meissner in der Nachbar-Box. Sein Gegner Sebastian Borchardt glänzte mit gefährlichen Aufschlägen, die der jüngste Celler jedoch häufig aggressiv returnierte.

Beim Stand von 5:1 zeigte Floritz im Duell der Spitzenspieler, dass er aktuell der wohl beste Spieler der Liga ist: Er besiegte Wosik, mit dem er zwei Jahre lang in einem Team spielte, mit 3:0 und machte den Sprung an die Spitze perfekt.

DTTB-Pokal Viertelfinale

TuS Celle 92 – 1. FC Saarbrücken TT 0:3:

Philipp Floritz – Patrick Franziska 0:3 (1:11, 6:11, 5:11), Tobias Hippler – Tiago Apolonia 0:3 (5:11, 4:11, 8:11), Cedric Meissner – Deni Kozul 0:3 (6:11, 13:15, 7:11).

3. Bundesliga

TuS Celle 92 – Hertha BSC Berlin 6:1:

Tobias Hippler/Nils Hohmeier – Deniz Aydin/Andy Römhild 3:0 (11:9, 11:3, 11:6), Philipp Floritz/Cedric Meissner 3:0 (11:8, 11:5, 13:11), Philipp Floritz – Deniz Aydin 3:0 (11:3, 11:7, 11:5), Tobias Hippler – Torben Wosik 1:3 (11:13, 9:11, 11:9, 7:11), Nils Hohmeier – Andy Römhild 3:0 (11:7, 11:2, 11:6), Cedric Meissner – Sebastian Borchardt 3:1 (11:8, 11:8, 5:11, 11:8), Philipp Floritz – Torben Wosik 3:0 (11:4, 11:5, 11:7).