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Lokalsport Angstgegner wartet auf TuS 92
Sport Sport regional Lokalsport Angstgegner wartet auf TuS 92
17:36 04.02.2010
Von Jürgen Poestges
Petersen in Aktion Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Souverän ziehen die Tischtennis-Regionalliga-Herren von TuS Celle 92 derzeit ihre Kreise an der Tabellenspitze. Ungeschlagen tritt man am Sonntag zum bisher schwersten Spiel der Rückrunde an. Die Celler reisen zum TSV Schwarzenbek, dem Meister der Saison 2008/2009.

Schwarzenbek hatte damals die Aufstiegsmöglichkeit aus finanziellen Gründen und hinsichtlich der Spieler aus der eigenen Jugend, die in die Mannschaft eingebaut werden sollten, nicht angenommen. Die Meisterschaft wurde mit 32:8 Punkten erreicht, dabei gab es auch zwei klare Siege gegen TuS, in Celle mit 9:5 und in Schwarzenbek sogar mit 9:2. Man kann also fast von einem Angstgegner der Celler Mannschaft sprechen, zumal das Hinspiel das einzige TuS-Spiel mit einer negativen Einzelbilanz war.

Die Entwicklung beim TuS Celle 92 verlief etwas anders. Nach dem vierten Platz im ersten Regionalliga-Jahr folgte ein dritter und dann ein fünfter in der vergangenen Saison. Im Gegensatz zu allen anderen Mannschaften behielt man alle sechs Spieler im Verein. Durch die Verbesserung der Spieler und die eingespielten Doppel ist der Mannschaft die Meisterschaft kaum noch zu nehmen, auch wenn das Spiel leicht die ersten Verlustpunkte bringen könnte.

Aber Celles Trainer Dirk Diefenbach meint: „Auf ein Schlussdoppel können wir es dieses Mal nicht mehr ankommen lassen. Schwarzenbek hat seine Doppel umgestellt, die beiden Spitzenspieler Doran und Popal sind im Doppel noch ungeschlagen.“ Außerdem sei Schwarzenbek „Meister der 9:7-Siege“. Vier Mal gewannen sie mit diesem Ergebnis, nur gegen Celle verloren sie 7:9. „Trotzdem wollen wir nach den Anfangsdoppeln möglichst 2:1 führen.“

Danach kommt es sehr auf das Abschneiden im oberen Paarkreuz an. Im Hinspiel gewann der zweimalige deutsche Seniorenmeister Nicolai Popal die Spiele gegen Alexander Huuk und Lars Petersen. Aber Celles Spitzenspieler Huuk ist überzeugt: „Falls ich schmerzfrei spielen kann, möchte ich erfolgreich Revanche nehmen.“ Petersen fügt hinzu: „Da ich in der Rückserie schon ein Spiel mehr gewonnen als verloren habe, möchte ich nach dem Spiel gegen Schwarzenbek eine positive Bilanz haben.“ Dies wird jedoch sehr schwer, denn die Nummer zwei der Gastgeber, der Engländer Christopher Doran, war für sein Land im Dezember Teilnehmer bei den Jugendweltmeisterschaften in Kolumbien und kam hier bis in die Runde der letzten 32.

Im mittleren Paarkreuz haben es die Niedersachsenmeister Falko Turner (Einzel und Doppel) und Richard Hoffmann (Doppel) mit einem Angstgegner zu tun. Der Berliner Stephan Köpp war der erfolgreichste Spieler im unteren Paarkreuz der Hinrunde.

Sehr schwer wird es für das untere Paarkreuz. Hier spielt Marcel Boeglin, der in diesem Jahr die Top-48-Bundesrangliste gewonnen hat. André Kamischke hofft zwar auf die Wiederholung seines knappen Fünf-Satz-Sieges aus Celle, weiß aber, dass die Aufgabe auswärts schwerer sein wird.

Coach Diefenbach gab eine vorsichtige Prognose ab: „Wir hoffen auf einen 9:6-Sieg, damit wir eine Woche später gegen den Hamburger SV die Meisterschaft auch theoretisch nicht mehr verlieren können.“