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Lokalsport Anke Günster aus Nienhagen norddeutsche Tennismeisterin
Sport Sport regional Lokalsport Anke Günster aus Nienhagen norddeutsche Tennismeisterin
20:22 18.02.2014
Von Christoph Zimmer
Anke Günster holte den Titel ohne Satzverlust. Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Nienhagen

Anke Günster aus Nienhagen hat sich bei den Offenen Norddeutschen Tennismeisterschaften im Sportpark in Isernhagen am vergangenen Wochenende ohne Satzverlust den Titel gesichert. Die 49 Jahre alte ehemalige Bundesligaspielerin setzte sich im Finale der Damen 45 gegen Iris Brembt aus Hildesheim klar in zwei Sätzen mit 6:1 und 6:3 durch.

Günster dominierte das Turnier klar. In der ersten Runde ließ die Regionalligaspielerin bei den Damen 40 des DTV Hannover ihrer Gegnerin Heike Vonau vom TV Daverden beim 6:0 und 6:0 nicht den Hauch einer Chance. In Runde zwei gab Günster beim 6:1 und 6:0 gegen ihre Mannschaftskameradin Sandra Fritsch nur einen Punkt ab. Ebenso einseitig verlief das Finale. Dank ihrer starken Vorhand, ihres gefühlvollen Slices und ihrer guten Spielübersicht holte sie am Ende mit 6:1 und 6:3 absolut verdient die norddeutsche Meisterschaft. Und das als ungesetzte Spielerin. „Das ist ein schöner Erfolg“, sagte Günster nach ihrem Triumph bei dem bedeutendsten Turnier nach der deutschen Meisterschaft. Im nächsten Jahr wechselt sie zu den Damen 50.

Günster stand in ihrer Jugend vor einer Karriere als Tennisprofi. Trotz glänzender Veranlagung und finanzkräftiger Sponsoren entschied sie sich für ein Sportstudium an der Deutschen Sporthochschule in Köln. „Wenn ich ehrgeiziger gewesen wäre, hätte ich mit Steffi Graf Karriere machen können“, sagte die gebürtige Düsseldorferin einmal. Das deutsche Tennisidol hatte sie unter anderem beim Grandslam in Rolland Garros geschlagen. Heute lebt Günster mit ihrer Familie in Nienhagen und ist in der Tennissparte des SV Nienhagen als Schriftführerin tätig.

Berni Hermann ging ebenfalls ungesetzt in die Offenen Norddeutschen Tennismeisterschaften – und scheiterte erst im Halbfinale. „Vorher wäre ich mit diesem Ergebnis zufrieden gewesen. Aber am Ende wäre auch das Finale möglich gewesen“, sagte Hermann.

In der ersten Runde bei den Herren 35 setzte sich 37 Jahre alte Tennislehrer des SV Nienhagen und des TC Rot Weiss Celle mit 6:2 und 6:3 gegen Markus Schäfer vom Bückeburger TV durch. Dank eines soliden Grundlinienspiels erreichte Hermann nach dem 6:1 und 6:4 gegen Dominik Wagener vom TV Frohnau das Halbfinale. Dort lag er im ersten Satz bereits mit 4:1 vorne, musste sich am Ende aber mit 4:6 und 1:6 gegen Björn Berg vom TC GW Paderborn geschlagen geben. „Am Ende hat mich ein bisschen die Kraft verlassen. Für mich als Tennistrainer kommt das eigene Training leider immer ein bisschen zu kurz“, sagte Hermann mit einem Lächeln.