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Lokalsport Auf Probe: Celler Handballer dürfen wieder mit "Backe" spielen
Sport Sport regional Lokalsport Auf Probe: Celler Handballer dürfen wieder mit "Backe" spielen
13:24 30.11.2017
Quelle: Stadt Celle
Celle Stadt

Voraussetzung allerdings: Die Sportler beseitigen in Eigenregie die klebrigen Hinterlassenschaften, die durch das Haftmittel auf dem Hallenboden entstehen. Ob das funktioniert, haben die Handballer jetzt in den eigenen Händen. „Wir haben ein halbes Jahr Zeit bekommen, uns zu bewähren“, so Holger Neumann, Abteilungsleiter der Garßener Handballer. Beschränkt ist die Erlaubnis zunächst auf das „Pilotprojekt“ HBG-Halle, die die Stadt als Mieter des Landkreises den Handballern für Training und Spiele zur Verfügung stellt. „Wenn es gut läuft, kann die Erlaubnis auf weitere Hallen in der Stadt ausgeweitet werden“, so Neumann.

In einem CZ-Bericht hatten sich die Handballer vom SV Altencelle, VfL Westercelle, HBV 91 Celle und SV Garßen darüber beklagt, dass sie mit ihrem Anliegen im Rathaus kein Gehör finden. Kurz vor dem Saisonstart im September hatte die Verwaltung ein Haftmittelverbot in der HBG-Halle verhängt. Seitdem hatten die Vereinsvertreter vergeblich versucht, ein klärendes Gespräch mit der Verwaltung zu führen. Darin wollten sie ihr Konzept vorstellen, wie weiter mit „Backe“ gespielt werden kann und die Halle trotzdem in einem sauberen Zustand bleibt. Damit sollte gleichzeitig ein Beitrag zur Kostenersparnis erbracht werden.

Nach dem CZ-Artikel hatte Nigge die Angelegenheit zur Chefsache erklärt. Am Montag traf er sich mit Michael Dümeland (VfL Westercelle), Reinhard Roselieb (SV Altencelle) sowie Kaplick (HBV) und Neumann (SV Garßen). Und die Unstimmigkeiten wurden aus der Welt geschafft. „Das Gespräch verlief auf einer sehr fairen Basis“, berichtet Neumann, der sich wie seine drei Mitstreiter darüber im Klaren ist, dass nunmehr die Handballer am Zug sind. „Natürlich stehen wir jetzt auf der Prüfliste“, weiß Neumann. „Wir werden jetzt gemeinsam darauf achten, dass wir unantastbar bleiben und das Haftmittel vom Boden kommt.“

Cornelia Albrecht vom Sportamt des Landeskreises soll bei dem Treffen nicht begeistert von Nigges Zugeständnis gewesen sein. Der wies jedoch darauf hin, dass die Hallenreinigungskosten der Stadt seit Jahren vom Landkreis in Rechnung gestellt werden. Das brachte Schwung in die Sache. „Daher bin ich dem Landrat dankbar, dass er einem Kompromiss, bei dem die Stadt die Verantwortung übernimmt, zunächst zustimmt“, so Nigge.

Von Uwe Meier und Heiko Hartung