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Lokalsport Aufatmen beim SV Garßen II und dem TuS Bergen
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18:23 18.10.2015
Von Uwe Meier
Susanne Büttner (links) und Jennifer Mummer (Zweite von rechts) versuchen mit vereinten Kräften einen - Angriff von Joana Schneider - (Germania List) zu stoppen. Quelle: Michael Schäfer
Celle Stadt

SV Garßen-Celle II –SC Germania List34:23 (14:11)

Sie mussten gewinnen und wollten auf dem Weg dahin nichts dem Zufall überlassen. Nach zuvor drei Niederlagen in Folge hat der SV Garßen-Celle II im vierten Saisonspiel endlich den ersten Saisonsieg unter Dach und Fach gebracht. Das Team hatte sich dafür Unterstützung aus dem Bundesliga-Kader gesichert. Mit Kim Wahle und Susanne Büttner standen zwei SVG-Spielerinnen in der Garßener Mannschaft. Für Büttner war die Partie noch aus einem anderen Aspekt von Bedeutung. Nach einer mehrwöchigen Krankheit sollte sie Spielpraxis sammeln.

„Dass die beiden dabei waren, war wichtig“, meinte Trainerin Renee Verschuren und sprach in diesem Zusammenhang von Führungsqualitäten. „Ein Leader hat uns in den vergangenen Spielen etwas gefehlt“, sagte sie. Diese Aufgabe hätten die beiden „Aushilfen“ übernommen und gleichzeitig dafür gesorgt, dass mit mehr Tempo agiert wurde. „Kim und Suse haben uns mehr Sicherheit gegeben“, so die Garßener Trainerin.

Und dennoch: Nach einem guten Start mit einer schnellen 4:1-Führung kamen die Gäste aus Hannover immer besser ins Spiel und machten Garßen das Leben schwer. Nach dem 6:6 (14.) blieben die Spielstände auch in der Folgezeit knapp. Erst kurz vor der Pause setzte sich der SVG auf drei Tore ab.

Eine Vorentscheidung war das allerdings noch nicht. Den bis zur 44. Minuten und einer 21:17-Führung für die Gastgeberinnen blieb Germania List auf Tuchfühlung. Doch in der der Schlussphase zog die Garßener Mannschaft auf und davon und holte sich mit einem klaren Sieg die ersten beiden Pluspunkte der Saison. Germania List hatte es zwischenzeitlich zwar noch mit einer doppelten Manndeckung gegen Kim Wahle versucht, doch auch davon ließen sich die Gastgeberinnen nicht mehr aufhalten.

Beinahe noch wichtiger als der Sieg war dabei die Tatsache, dass die Garßener Mannschaft spielerisch einen deutlichen Aufwärtstrend zeigte und auch kämpferisch zu überzeugen wusste. „Man hat deutlich gesehen, dass jeder Spielerin die Bedeutung der Partie klar war und wir das Spiel unbedingt gewinnen mussten“, sagte Verschuren die hofft, dass ihre Mannschaft mit einem guten Gefühl aus dem Spiel gegangenen ist und gleichzeitig Selbstvertrauen für die nächsten Aufgaben getankt hat.

Vorerst war die Erleichterung über die beiden ersten Pluspunkte groß. „Es war extrem wichtig, dass wir dieses Spiel gewonnen haben“, so Verschuren. Siege gegen direkte Konkurrenten seien immer von größerer Bedeutung. Direkte Konkurrenten insofern, dass sie List auch am Ende der Saison im unteren Teil der Tabelle erwartet. „Und es ist ebenso, dass auch wir in dieser Saison um den Klassenerhalt kämpfen werden.“

SV Garßen-Celle II: Pertile – Baumgart, Jagonak (1), Dekarz, Schulz (6), Mummert (3), Zywicki, Friedhoff, Zymmek (3), Skorek (9), Wahle (12), Büttner.

HSG Hannover West –TuS Bergen26:18 (9:11)

„Der Sieg ist gut für die Moral und die Stimmung innerhalb des Teams“, meinte TuS-Trainer Dominik Blancbois erleichtert. Immerhin hatte seine Mannschaft zuvor – wenn auch gegen Teams aus dem oberen Tabellenteil – zwei Niederlagen einstecken müssen.

Allerdings konnte Coach mit der Vorstellung seiner Spielerinnen im ersten Abschnitt nicht wirklich zufrieden sein. In der Defensive hinterließ sein Team zwar einen sicheren Eindruck, im Angriff traten allerdings alte Schwächen zutage. „Wir haben uns da einmal mehr schlecht bewegt“, so Blancbois und sprach von einer launisch und „irgendwie larifari“ geführten Begegnung. „Vielleicht lag das auch mit daran, dass es in der Halle keine Anzeigetafel gab“, sagte er und vermisste die bei einem Handballspiel gewohnte Stimmung.

Das wurde nach dem Seitenwechsel allerdings deutlich besser. Bergen bestimmte das Geschehen und wusste gegen den Aufsteiger aus Hannover nun auch in der Offensive zu überzeugen. Die TuS-Mannschaft kam nun auch über die zweite Welle zu einigen Torerfolgen. Zudem wurden mehrfach die Außen freigespielt. Zudem ließ die Berger Mannschaft in der Abwehr kaum etwas anbrennen. Ein verdienter Sieg geriet so nie in Gefahr.

„Soweit war das insgesamt schon in Ordnung“, sagte Trainer Blancbois. „Wir haben gewonnen und das ist das Wichtigste.“ Mit dem Erfolg verteidigte sein Team den neunten Tabellenplatz.

TuS Bergen: Döhler, M. Harms – Gehnke (1), K. Harms, Müller (3), Kübeck (3), Wellmann (2), Ringert (8), Sandvoss (2), Schack (4), Glasewald (2), Schuba (1).