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Lokalsport Aufsteiger SV Altencelle startet furios
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16:53 09.09.2013
Celle Stadt

Achtungszeichen in der Handball-Verbandsliga der Männer: Der SV Altenelle übernimmt nach dem 27:19 (11:11) gegen den HV Lüneburg die erste Tabellenführung der Saison. Nicht ganz so gut lief es für TuS Bergen. Das ersatzgeschwächte Matthée-Team unterlag dem ambitionierten Team von Eintracht Hildesheim II mit 25:29 (7:15), Auch wenn 15 Kirchhoff-Tore nicht ausreichten, zeigte TuS aber gute Ansätze.

TuS Bergen –

Eintracht Hildesheim II

25:29 (7:15)

„Eine vermeidbare Niederlage“, beklagt Bergen zum Auftakt. Bergen begann gut eingestellt, führte schnell mit 4:1, aber Hildesheim ließ sich nicht abschütteln. So war es beim Stand von 6:6 wieder ausgeglichen. Doch dann folgte ad hoc die Entscheidung: Bergen erlebte eine 15-minütigen Blackout. Hildesheim bestrafte die Berger Fehler im Angriff gnadenlos, konterte eiskalt und führte zur Pause mit acht Toren. Die vorgezogene Hildesheimer Defensive machte Bergen zwar das Leben schwer, aber dennoch zeigten die Gastgeber eine blutleere Vorstellung ohne jeglichen Esprit.

Doch nach der Pause erwachte Bergen, fing richtig an zu kämpfen. Die Defensive zeigte zusammen mit Keeper Schack jetzt eine wirklich gute Partie. Plötzlich liefen sogar Berger Konter. Und so hatte TuS 15 Minuten vor Schluss die Chance, auf ein Tor zu verkürzen, aber eine vergebene hundertprozentige Chance und ein weiterer leichter Fehler im Aufbau besiegelten die Niederlage. Bergen kämpfte zwar tapfer weiter, versuchte nochmal alles, aber letztlich war der Hildesheimer Zweitliga-Nachwuchs zu abgeklärt. „Besonders die zweite Hälfte macht trotzdem Mut für die nächsten Aufgaben“, gab sich TuS-Außen Dominik Blancbois optimistisch. Und ein absolut treffsicherer Maximlian Kirchoff.

TuS Bergen: Schack, Nowak im Tor; Guse, Bockelmann, Blancbois (2), Schindel (3), Becker (1), Lange, Ahrens, Brodde, Kirchhoff (15), Witte (4), Pechmann.

SV Altencelle –

HV Lüneburg

27:19 (11:11)

Es gab die von Keeper Rouven Kibellus avisierte Packung für die Gäste – und der Torwart hatte großen Anteil daran. Er zeigte eine tolle Leistung, hielt unter anderem sechs von sieben Strafwürfen und war seinem Team ein großer Rückhalt. Der war auch nötig, denn Altencelle begann unsicher und nervös und lag 5:10 hinten. Dann nahm Trainer Thomas Kahle eine Auszeit schwang gekonnt Taktik- und Psychokeule – und siehe da: Der Aufsteiger, noch ohne Chris Bode angetreten, kam ins Spiel. Und wie: Die Mannschaft legte, angeführt vom überragenden Sebastian Springer, einen 14:1-Lauf hin, blieb dabei 13 Minuten ohne Gegentor. Und führte plötzlich klar mit 19:11 Toren. Kein Wunder, dass die geschockten Gäste verwundert aus der blau-roten Wäsche guckten und die Köpfe hängen ließen und sich nicht mehr groß wehrten. Altencelle aber behielt das Geschehen im Griff und kam zum überzeugenden ersten Erfolg in der neuen Spielklasse. „Wir sind mit dem Spiel sehr zufrieden, bewerten den Sieg aber nicht über. Und wir freuen uns jetzt auf Moringen“, gab Kibellus Einblick ins SVA-Seelenleben.

SV Altencelle: Kibellus, Hövermann; im Tor, Woitas, Richter (1), Springer (8), M. Fíeker (5), A. Fieker, Weinmann (4), Katzer, Herbst (3), Grad (5), Dralle (1), Peters.

Von Stefan Mehmke