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Lokalsport Aufsteiger wie ein Absteiger
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23:13 30.12.2011
Von Uwe Meier
Spielszenen Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

Fehlerfestival, Trauerspiel - der SVG Celle hat nach einer zwar engagierten, spielerisch allerdings schwachen Vorstellung auch die neunte Saisonpartie verloren. 0:18 Punkte - so schlecht ist der Handball-Bundesligist noch nie in seiner Geschichte in eine Saison gestartet.

Und da gibt es auch nichts schön zu reden. Die Celler Mannschaft steht in der derzeitigen Verfassung zu recht am Ende der Tabelle. Die Niederlage in Trier war verdient. Daran konnten auch die rund 50 mitgereisten Fans des SVG-Teams, die die Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute unterstützten, nichts ändern.

„Die Mannschaft hat gut gekämpft. Allerdings hat sie auch kleine Aussetzer gehabt“, sagte die abermals zum Zuschauen verdammte Jolanda Robben mit Tränen in den Augen. „Dennoch war zur Pause noch alles möglich. In der zweiten Halbzeit haben wir allerdings den Faden verloren. Trier war zwar nicht unbedingt besser, hat aber unsere Fehler knallhart bestraft“, so die langzeitverletzte Robben.

Nur in der Anfangsphase war Celle Chef im Ring und hatte sich sogar eine Zwei-Tore-Vorsprung herausgespielt. 6:4 stand es nach acht Minuten, ehe die Souveränität, mit der der SVG die Anfangsminuten bestritten hatte, zu bröckeln begann.

Trier kam heran, schaffte beim 7:7 den Ausgleich und bekam nach dem 9:9 (14.) Oberwasser. Beim SVG-Team lief kurzzeitig gar nichts zusammen. Eine Phase, die die Gastgeberinnen zu vier Toren in Folge nutzen, in der sie sich auf 13:9 absetzten. Letztlich war das auch schon die entscheidende Phase. Denn Celle fand anschließend keine Mittel mehr, die Rückstand noch großartig zu verkürzen.

Dabei stand die Abwehr noch einigermaßen sicher. Dennoch kam Trier schon im ersten Abschnitt zu 16 Toren, was zu einem gewissen Teil auch am Celler Torhüter-Gespann lag, das einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.

Doch auch die Kolleginnen im Feld machten es im Angriff nicht viel besser. Wie schon in den vorangegangenen Spielen fehlte in der Offensive die nötige Sicherheit. So gab es erneut zahlreiche Fehlpässe und auch beim Abschluss gab es deutlich Luft nach oben. „Wir waren nicht durchschlagskräftig genug. Es gab einige Missverständnisse“, erkannte Wencke Meomartino.

Trier spielte mit der im zweiten Abschnitt auf sechs Tore angewachsenen Führung im Rücken gelassen seinen Stiefel herunter. Überzeugen konnten die Gastgeberinnen zwar auch nicht, doch immerhin hatten sie am Ende vier Treffer mehr auf dem Konto und damit auch die beiden ersten Pluspunkte der Saison eingefahren. „Wir sind jetzt natürlich in einer schwierigen Situation“, so Meomartino.

Bereits am kommenden Mittwoch steht das nächste Spiel an. Dann geht es in der HBG-Halle gegen den Deutschen Meister Thüringer HC.

Trainerstimmen

Martin Kahle (SVG Celle). Wir haben in der ersten Halbzeit zwar 16 Gegentore bekommen, doch besser können wir nicht verteidigen. Wir haben den Gegner mehrfach ins Zeitspiel gezwungen aber kam dann doch noch zum Abschluss. Da fehlte dann auch etwas die Untersützung von den Torhüterinnen. Dann haben wir auch einige gute Chancen nicht reingemacht. Dazu haben wir Fehler gemacht, die Trier sofort bestraft hat. Das spielgelt sich letztlich auch im Ergebnis wieder.

Dago Leukefeld (Trier):Die Nervosität und Unruhe war in den ersten Minuten deutlich zu spüren. Wir hatten nicht den Mut, das Tempo zu spielen was wir spielen können und auch wollten. Das hat Celle dann auch gut genutzt. Doch wir haben immer besser ins Spiel gefunden und sind als Mannschaft aufgetreten.

DJK/MJC Trier - SVG Celle 28:24

Trier: Dieric, Monz, Kockler - Wilamowska (3), Vojcic (2/1), Zelmel (1), Premm (1), Vallet (2), Arnosova, Derbach (6), Kukic-Radojicic (8/3), Lennartz, Rost (2), Solic (2).

SVG Celle: Tanaka, Grimm - Comans (5), Geier, Lehnhoff, Verschuren (6), Antonewitch (6), E. Schulz, Ahrens, Vasilescu (2), Meomartino (2), Loest, K. Schulz, Büttner (1).

Schiedsrichter: Christoph Immel / Ronald Klein; Siebenmeter: 4/4 - 0/0; Strafminuten: 2 - 4. Zuschauer: 1300.

Torfolge: 1:0 (2.), 2:1 (3.), 2:3 (5.), 4:6 (8.), 6:7 (10.), 8:7 (12.), 9:9 (14.), 10:9 (15.), 13:9 (18.), 13:11 (20.), 15:13 (22.), 16:14 (29.) - 17:14 (32.), 18:15 (35.), 20:15 (38.), 21:18 (40.), 24:18 (42.), 24:20 (49.), 26:20 (53.), 27:21 (57.), 28:22 (58.), 28:24 (60.).