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Lokalsport Aufstieg und Rückzug: Handballerinnen aus Kreis Celle schauen nach vorn
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19:21 06.06.2017
Das Oldauer Team umTrisha-May Adam (am Ball)feierte den Aufstieg. Quelle: Oliver Knoblich
Celle Stadt

TuS Oldau-Ovelgönne (Platz 2, 497:379 Tore, 34:6 Punkte)

In Oldau herrscht eitel Sonnenschein. „Was wir erreicht haben, ist eine mehr als tolle Leistung – mehr als wir uns erhofft und ausgerechnet haben“, lobt und staunt Coach Frederik Hövermann. Das hat viele Gründe: Eine grundsätzlich gute Trainingsbeteilung, die Lust und Bereitschaft, sich weiterzuentwickeln sind die wichtigsten und haben den Aufsteiger zu tollen Siegen und schließlich zum Aufstieg geführt.

Dabei gab es auch Rückschläge. Als die Spielerinnen merkten, dass sie sogar ganz oben mitmischen können, folgte die vielleicht bitterste Niederlage in Clenze. „Aber danach hat das Team eine tolle Reaktion gezeigt und wir sind noch enger zusammengerückt“, so Hövermann. Es folgten eine Steigerung und am Ende das schier Unmögliche, der Durchmarsch.

Ab jetzt schaut Hövermann nach vorn. Er weiß: Um nächstes Jahr die Klasse halten zu können, muss sein Team so weitermachen – und jede Spielerin muss nochmal 20 Prozent drauflegen. Sein Team wird als Außenseiter in die Saison gehen und lernen müssen, wieder mit Niederlagen umzugehen. „Aber wir werden alles daran setzen, ein ganz unbequemer Aufsteiger zu sein“, sagt der Coach.

Auf dem Papier seien viele Teams besser aufgestellt, aber was zählt ist nun mal „auf dem Platz“. Dabei setzt der Trainer auf die Heimstärke: „Sollte am Ende der Klassenerhalt rausspringen, ist der Erfolg genau so hoch zu bewerten wie der aktuelle Aufstieg.“ Verzichten muss er dabei voraussichtlich auf Wiebke Schwarz, Mareike Engel und Meike Weyeneth aus privaten und beruflichen Gründen. Doch kann TuS noch auf gelegentliche Einsätze hoffen. Neu dabei sind Alwina Ivanov (Wietze) und Miriam Fieker (Mellendorf). Weitere Zugänge sind nicht ausgeschlossen.

HSG Adelheidsd.-Wathl. (Platz 3, 549:413 Tore, 33:7 Punkte)

Ganz anders ist die Gemütslage in Wathlingen. Das Unheil begann schon im November, als Trainer Jörg Oehus seinen Hut nahm. Die Mannschaft mischte an der Tabellenspitze hinter Wietzendorf und Oldau tüchtig mit. Doch schon damals war von Spannungen im Team die Rede, am sportlichen Erfolg änderte auch das jedoch nichts.

Auch die erste Niederlage in Wietzendorf warf das Team nicht um. Und die erneute Verletzung einer Torfrau – nach Gesine Meinheit fiel auch Carola Michels aus – ließ die Truppe nur noch weiter zusammenrücken. 33:7 Punkte und die beste Tordifferenz von plus 136 mit den meist geworfenen Toren (549) stehen für eine gute Saisonleistung.

Doch das dicke Ende folgte. Die Spielerinnen liefen dem Verein davon. Und auch Interimscoach Martin Podrenek stand nicht mehr zur Verfügung. Dennoch versuchte der Club, eine spielfähige Mannschaft zusammenzubekommen. Der Kern besteht derzeit nur aus fünf Spielerinnen. Wer Interesse hat, kann sich der HSG anschließen und helfen, den Spielbetrieb zu sichern.

Von Stefan Mehmke