Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Aufstiegskelch zieht an Hermannsburger Judo-Damen vorbei
Sport Sport regional Lokalsport Aufstiegskelch zieht an Hermannsburger Judo-Damen vorbei
21:28 25.09.2017
Imke Schumann (blau, hier bei den Hermannsburger Heimwettkämpfen) legte sich am letzten Wettkampftag ins Zeug, verlor aber gegen ihre starke Kontrahentin.   Quelle: Alex Sorokin
Celle

DÜSSELDORF. Bereits im Vorfeld hatte Walzer gesagt, dass das Team nur geringe Ambitionen hat, um sich in der kommenden Spielzeit mit den besten Judoka Deutschlands zu messen. Für einen Aufstieg hätte TuS einfach „zu wenig Geld und zu wenig Leute“, lautete sein knappes Fazit. Dementsprechend erleichtert sei man, dass den Hermannsburgerinnen kein Überraschungscoup gegen die starken Düsseldorferinnen gelang, die die Saison an der Spitze der Tabelle beendeten.

Die Damen des TuS gaben in Düsseldorf trotzdem alles, so Trainer Dieter Wermuth. Doch die Vorzeichen standen schon vor Beginn des Wettkampfs schlecht für die Hermannsburger Judoka. Viele Kämpferinnen, darunter die Leistungsträger Kyra Quast, Yvonne Odink und Katharina Wendt, fielen verletzt aus. TuS reiste ohne kompletten Kader nach Düsseldorf und konnte den ersten von sieben Kämpfen nicht besetzen.

Um zumindest die anderen Wettkämpfe bestreiten zu können, gingen die Judoka Josina Wolany, Elisa Schreiber und Regina Garmatter in für sie ungewohnt hohen Gewichtsklassen an den Start. Eine besonders „schwere“ Gegnerin erwischte Garmatter. Sie misst sich sonst mit Gegnerinnen bis 57 Kilogramm und trat nun in der Gewichtsklasse bis 70 Kilogramm an. Dementsprechend chancenlos war sie gegen ihre Kontrahentin.

Besser lief es nur bei ihren Vereinskameradinnen Paula Borgonje und Lena Busemann. Borgonje schaffte es in nur 40 Sekunden, ihre Gegnerin auf die Matte zu legen. Noch etwas schneller war Busemann. Das aber nur, weil ihre Kontrahentin sich bereits vor dem Kampf geschlagen gab. „Die hat Lena gesehen und die hat ja schon einen Namen in der Szene. Da wollte sie nicht mehr“, sagt Wermuth, der sich insgesamt begeistert vom Kampfgeist seines Teams zeigt. „Die Mädchen haben super zusammengehalten und gut gekämpft. Das Ergebnis am Ende spiegelt nicht die Leistung wider.“

Als Tabellendritter beendet TuS die Saison. Ein Ergebnis, mit dem sich der Verein zufriedengibt. „Der dritte Platz ist okay. Wir versuchen uns jetzt zu verstärken und dann werden wir sehen, was noch geht“, sagt Wermuth.

Walzer hofft, dass sich die Liga in den kommenden Saisons den aktuellen Gegebenheiten anpasst, um mehr spannende Wettkämpfe zu bieten. „Es gibt Bestrebungen, die 2. Bundesliga mit den Regionalligen zu fusionieren, um dem Mitgliederschwund in den Vereinen entgegenzuwirken. Doch das ist noch Zukunftsmusik und wird frühestens 2019 eintreten.“