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Lokalsport Ausbildung von Schulsport-Assistenten in Westercelle
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17:58 14.05.2014
Die angehenden Schulsportassistenten, die für ihre Aufgabe an der Oberschule in Westercelle ausgebildet werden. Quelle: Felix Neumann
Celle Stadt

Vier Schülergruppen laufen um die Wette. Erst hüpfen sie über Hütchen hinweg, machen dann eine Rolle auf der großen blauen Matte und springen anschließend über den Kasten – dann geht es wieder zurück. Jetzt ist der Nächste aus dem Team an der Reihe. Die Jugendlichen haben Spaß und feuern sich an.

Doch ein Mädchen, das etwa im gleichen Alter ist wie die Teilnehmer, steht am Rand und beobachtet das Geschehen einfach nur. Lisa Ivens ist an diesem Tag die Schiedsrichterin und nimmt damit an einem ungewöhnlichen Rollentausch teil. Denn sie schlüpft in die Rolle des Lehrers. Ihr Sportlehrer Oliver Wloka läuft währenddessen mit seinen Schülern im Wettlauf. „Ey, meine Gruppe verliert immer“, ruft der 35-Jährige und läuft lachend als Letzter ins Ziel.

Dieser Rollentausch fand am vergangenen Wochenende an der Oberschule Westercelle statt. „Wir unterstützen hier die Oberschule in ihrer Ausbildung zum Schulsportassistenten“, erklärt Felix Hemme von der Sportjugend Celle. Seit Anfang des Schuljahres im Sommer bildet Wloka 23 Achtklässler aus. Durch die Teilnahme am Blockseminar der Sportjugend haben die Jugendlichen ihre Lizenz erhalten. „Damit können sie bei uns an der Schule Sportgruppen betreuen und auch in ihren Vereinen solche Aufgaben übernehmen“, erklärt Wloka. Allerdings sei weiterhin ein ausgebildeter Übungsleiter oder Lehrer als Ansprechpartner und Verantwortlicher notwendig.

„Es ist eine Möglichkeit, um Verantwortung zu übernehmen und die Rolle eines Spielleiters kennenzulernen“, sagt Hemme. Die Kinder hatten viel Spaß dabei, diese für sie ungewohnten Aufgaben zu lernen. „Am Anfang hatten wir viele Theoriestunden, das war interessant, aber die Praxis hat mir besser gefallen“, sagt die 15-jährige Zeynep Ipek, die gerne zu dem Kursus gegangen ist, weil ihr Traumberuf Sport- und Englischlehrer ist.

Auch Schiedsrichterin Ivens hatte Spaß, „aber man merkt schon die Verantwortung. Ich hatte plötzlich eine ganz andere Position“, sagt die 14-Jährige. (jom)

Von Johanna Müller