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Lokalsport Bei "Witto" platzt der Knoten: VfL Westercelle besiegt Eintracht Lüneburg mit 2:1
Sport Sport regional Lokalsport Bei "Witto" platzt der Knoten: VfL Westercelle besiegt Eintracht Lüneburg mit 2:1
20:06 24.09.2017
Von Heiko Hartung
Quelle: Michael Schäfer
Westercelle

Sein Treffer zum 2:1 nach einer guten Stunde war der Lohn für eine besonders in der zweiten Hälfte engagierten Leistung der Westerceller – und für einen kurzen Moment hatte es so ausgesehen, als würde Wittenberg (Foto) auch diese Einschussmöglichkeit verdaddeln: Alexander Laube hatte Maurice Thies über den linken Flügel geschickt. Dessen Flanke versprang Wittenberg bei der Annahme, doch im letzten Moment spitzelte der Mittelstürmer den Ball mit der Pike unter Lüneburgs Keeper Sommer hindurch über die Linie. „Wir haben ihm vor dem Spiel Mut zugesprochen. Endlich hat sich der Aufwand gelohnt, den er seit Wochen im Dienst der Mannschaft betreibt“, freute sich VfL-Coach Axel Güllert mit seinem Torschützen.

Ein bislang formstarker Westerceller hingegen erwischte einen gebrauchten Tag: VfL-Torwart Jannick Heuer ließ den Fans des Aufsteigers bei einem „Ausflug“ jenseits des Strafraums den Atem stocken, als er den Ball gegen Eintrachts herausragenden Kapitän David Mehl verlor und die brenzlige Szene in höchster Not klärte (2.). Sein zweiter Patzer in der elften Minute brachte Westercelle in Rückstand: Nach einer Freistoßflanke rutschte Heuer der Ball durch die Hände, Mehl staubte ab – 0:1. Danach rettete Heuer zwar mit einer Glanztat gegen den erneut hellwachen Mehl, aber dem sonst so sicheren Schlussmann unterliefen in der Folge immer wieder kleine Unsicherheiten. Für seinen Coach Güllert kein Problem: „Kein Vorwurf an ihn. Jannick hat uns schon so oft den Hintern gerettet. In der Kabine ging sein Kopf nach unten, aber die anderen haben ihm versprochen, das Ding für ihn umzubiegen.“ Der erste Schritt dazu wäre beinahe schon kurz vor der Pause geglückt: Eine Flanke von VfL-Kapitän Daniel Weiß haute Wittenberg in die Maschen, doch Schiedsrichter Nikolas Wilckens pfiff auf Abseits – eine enge Entscheidung (40.).

So war es Thies vorbehalten, die Wende einzuleiten. Der im Verlauf der Partie stärker werdende Philip Boie spielte den Ball in die Spitze, Thies schob zum 1:1 (55.) ein – bereits das dritte Saisontor für den 26-Jährigen, der dem VfL in den kommenden drei Wochen fehlen wird: Thies fährt mit seiner Freundin in den Urlaub: Miami und Mexiko statt Harsefeld und Rotenburg.

In der Schlussviertelstunde fehlten den Lüneburgern die Kräfte, um die Partie erneut zu drehen, der VfL hatte nicht mehr die Puste, seine Konterchancen zu nutzen. Aber das war zumindest den Westercellern egal, die mit dem zweiten Heimsieg in der Tabelle an den Gästen vorbeizogen. „Kompliment, wie die Jungs nach dem frühen Rückstand immer weiter gemacht haben. Diese Punkte haben sie sich ehrlich erarbeitet“, lobte Güllert.