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Lokalsport Benefizturnier in Celle für Kurden in Shingal und Kobane
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21:23 01.02.2015
Über 900 Zuschauer sahen den Fußballern beim Benefizturnier für Shingal und Kobane in der Burghalle beim Kicken zu. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Mit Sammeldosen, Essensverkauf, Verkauf von T-Shirts und Pullovern und einer Tombola versuchte das Veranstaltungsteam eine größtmögliche Spendensumme zu generieren. Dabei bekam es prominente Hilfe. Felix Burmeister (Arminia Bielefeld), Deniz Kadah (früher Hannover 96, jetzt Rizespor) und Konstantin Rausch (VfB Stuttgart) ließen dem Veranstalter signierte Trikots zukommen. „Darüber haben wir uns sehr gefreut“, erklärte Mitorganisator Rauf Ekinci, der in der Sprecherkabine mehr als genug zu tun hatte.

Trotzdem ließ er es sich nicht nehmen, den prominenten Gast Mustafa Alin ein wenig auf die Schippe zu nehmen. Als der aus der RTL-Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannte Schauspieler einen Ball nicht erlaufen konnte, konnte sich Ekinci den Kommentar: „Das geht auch schneller, Herr Alin“, nicht verkneifen.

Alin trat mit der Mannschaft Koma Jiyan Hannover bei dem Benefiz-Spektakel an. Jedoch erzielte der Schauspieler kein Tor. Aus Celle und Umgebung waren die Teams Firat Bergen, SV Dicle Celle, Anqosi Celle, Nitz Dachdeckerei Celle und Inter Celle vertreten. Mannschaften aus Hameln, Hannover, Lehrte, Oldenburg und Walsrode komplettierten das Teilnehmerfeld.

Das Organisationsteam bekam bei der Veranstaltung Hilfe von allen Seiten. „Metin Yazgan hat uns die Soundanlage zur Verfügung gestellt und das Bunte Haus Celle hat uns beim Verkaufen geholfen und ein paar Getränke gesponsert“, freute sich Ekinci.

Die Veranstaltung war so groß, dass sogar der Fernsehsender CIRA TV, der in Deutschland ansässig ist und auf kurdisch sendet, mit einem Filmteam vor Ort war. Die kurdische Jugend konnte mit diesem Event noch einmal das Freundschaftsspiel einer Berger Stadtauswahl gegen den Lüneburger SK im vergangenen Dezember toppen. Bei diesem Benefizkick waren rund 300 Zuschauer anwesend. Damals wurde ein Lkw mit Hilfsgütern in die Krisenregion gefahren. Jetzt soll das Eingesammelte direkt in die Region gehen. „Damit sich die Menschen in Shingal und Kobane Essen, Trinken, Medikamente, Klamotten und Spielzeug für die Kinder leisten können“, erklärte Ekinci.

Wie viel Geld insgesamt eingenommen wurde, ließ sich bei Redaktionsschluss noch nicht beziffern. Bei der Menge der Teilnehmer rechnen die Veranstalter aber mit einem hohen vierstelligen Betrag.

Von Alexander Hänjes