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Lokalsport Bester braucht nur 55 Minuten: Volkstriathlon in Müden begeistert Sportler und Zuschauer
Sport Sport regional Lokalsport Bester braucht nur 55 Minuten: Volkstriathlon in Müden begeistert Sportler und Zuschauer
07:57 03.07.2017
Müden (Örtze)

MÜDEN. Jasmin Baars war eine von jenen, die ihren Mann gemeinsam mit den vier Kindern lautstark durch Zurufe motivierte. „Schaut, da vorne schwimmt Papa“, sagte sie. Ihr Mann Holger Baars ging beim Triathlon in Müden für den TuS Hermannsburg an den Start. „Wenn ich 16 Jahre alt bin, nehme ich auch genauso wie mein Papa teil“, sagte Nico Baars, der dem Volkstriathlon in zwei Jahren bereits jetzt entgegen fiebert. „Komm Mama, jetzt müssen wir zur Wechselzone laufen, Papa ist bestimmt bald am Ziel“, riefen Jasmin Baars‘ Kinder ihr zu. Die Familie machte sich sogleich auf den Weg zur Wechselzone, wo die Sportler nach und nach aus dem Wasser kamen und zu ihren Fahrrädern sprinteten.

Innerhalb von wenigen Sekunden griffen die Athleten zu ihren Rädern und schoben sie hinauf an die Straße, von wo aus es auf die leicht hügelige Strecke in Richtung Poitzen und Reinigen ging. „Es sind einige ambitionierte Teilnehmer dabei, die mit ihren Rädern im Schnitt ein Tempo von 40 Kilometern pro Stunde fahren. Der Wechsel vom Rad fahren zum Laufen ist dann nochmal besonders anspruchsvoll, denn da muss die Koordination stimmen“, sagte Moderator Andreas Ull vom MTV Müden.

Bei Frederike von Beek (1:05:30 Stunden) aus Bremen und Dag Störmer (55:34 Minuten) aus Hildesheim lief alles glatt. Sie waren die erste Frau und der erste Mann, die bei den Einzelstartern ins Ziel kamen. Bei den Männer-Mannschaften siegte die Staffel „Aller Express“ aus Winsen (54:12 Minuten), bei den gemischten Teams die „Deisterspochtler“ und „stärkster Verein“ wurde TuS Hermannsburg mit zehn Startern. Vielen Hobbysportlern ging es vor allem um den Spaß. Auch Gerald Sommer vom Kreissportbund Celle trat beim Volkstriathlon an. „Es war eine tolle Veranstaltung“, resümierte er. Dem stimmte Andrea Semrau, die den Triathlon mit ihrem Mann Martin organisierte, zu. „Es hat alles gut geklappt und alle sind im Ziel angekommen.“

Ein Urgestein des Triathlons ist Henning von Speßhardt. Der 77-Jährige vom VfL Westercelle ist begeisterter Triathlet und erzielte jüngst in Peine und Uelzen Erfolge. Auch in Müden gewann der Celler nun in der Altersklasse M70 (1:34:35 Stunden). „Die Wassertemperatur von 19 Grad Celsius, die der Heidesee hatte, war perfekt. Ich bin sehr zufrieden und freue mich schon auf den nächsten Triathlon. Im Urlaub auf Baltrum werde ich um die Insel laufen, um mich schon mal für den Triathlon in Celle vorzubereiten“, sagte der sportliche Rentner. Schwimmen, Wassergymnastik und Fitness stehen auch auf seinem Trainingsplan. „Rad fahren macht mir beim Triathlon besonders Spaß, aber gerade die Mischung macht einen Triathlon ja so interessant. Seit fast 30 Jahren mache ich das schon und ich will auch noch mit 80 teilnehmen“, sagte von Speßhardt.

Von Jessica Poszwa