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Lokalsport Big Point trotz Minusrekord für Wathlingen
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18:58 26.11.2018
Von Oliver Schreiber
Cool geblieben: Wathlingens Torben Wolf gewann seinen Wettkampf, obwohl die gegnerischen Fans versuchten, ihn aus der Ruhe zu bringen. Quelle: Erhard Oehns
Wathlingen

Erhard Oehns kam sich auf der Hinfahrt zum Bundesliga-Auswärtswettkampf der Wathlinger Luftpistolen-Schützen nach Erwitte (30 Kilometer westlich von Paderborn) etwas einsam vor. „Fast wäre ich alleine dorthin gefahren. Normalerweise ist mein Auto immer voll. Aber dieses Mal hatten wir schon ziemliche Personalnot“, erklärt der Teammanager des SV Freischütz Wathlingen, der neben der Nummer eins Kristian Callaghan (Fahrprüfung) kurzfristig auch noch auf die erkrankte Jessica Schrader verzichten musste. Zudem fehlte Trainer Henning Jopp aus privaten Gründen.

Auch Torben Wolf war nicht mit an Bord, weil er beruflich in Berlin zu tun hatte. „Er ist mit der Bahn hinterhergereist und hat es zum Glück gerade noch rechtzeitig zum Wettkampf geschafft. Bei Fahrten mit der Deutschen Bahn ist Pünktlichkeit ja auch nicht gerade garantiert“, meinte Oehns. So nahm er aus der zweiten Mannschaft (3. Liga) neben Dimitriy Dashevskiy vorsichtshalber auch noch Marten Heuer mit nach Nordrhein-Westfalen. Die Wathlinger trotzten all diesen Widerständen und landeten beim Gastgeber SSV Bad Westernkotten einen Big Point. 3:2 hieß es am Ende für die Freischützen. „Dadurch haben wir uns etwas Luft nach unten verschafft, sonst wäre der Druck bei den nächsten Wettkämpfen ziemlich groß gewesen“, freute sich Oehns.

Genau diesem Druck hielt der Aufsteiger vor eigenem Publikum nicht stand. Die lautstarke Anfeuerung durch eine Fußballtruppe lähmte die Mannschaft eher. „Das war schon eine ungewöhnliche Atmosphäre in der Halle. Fast wie in einem Fußballstadion. Buhrufe gegen die Gastmannschaft kennt man bei den Schützen eigentlich nicht“, berichtet Oehns.

Die Wathlinger zeigten sich zunächst beeindruckt und starteten größtenteils schwach, kamen dann aber immer besser in den Wettkampf und behielten am Ende im „Hexenkessel“ die Nerven. Ganz im Gegensatz zu Bad Westernkotten, die zu Beginn stets führten, mit fortlaufender Dauer aber immer stärker nachließen.

Davon profitierte zum Beispiel Philip Aranowski an Position eins, der selbst zwar nur 369 Ringe schoss, aber gegen Gregor Luetkevedder (367 Ringe), der die „Flatter“ bekam, im richtigen Moment zur Stelle war. Torben Wolf ließ sich durch nichts aus der Ruhe bringen, dominierte das Duell gegen Ralf Risse von Anfang an. Der war so bedient, dass er zwischendurch sogar eine „Drei“ schoss.

Der einzige Heimschütze, den die „Fußballplatz-Atmosphäre“ sichtlich beflügelte und der das Publikum auch immer wieder anstachelte, war Peter Müller. Er gewann sein Duell gegen Wathlingens Christian Oehns mit 374:370. Auch Jörn Nachtigall, der schlecht in den Wettkampf startete, musste Gegner Patrick Thiemeyer zum Sieg gratulieren. Dafür punktete aber „Aushilfe“ Dashevskiy, der keine große Mühe hatte, die mickrige Ausbeute seines Kontrahenten Sascha Düsing zu übertreffen (362:355). Trotz des bisher schlechtesten Mannschaftsergebnisses (nur 1836 statt bisher rund 1854 Ringen im Schnitt) waren zwei wichtige Punkte eingetütet. „Nur darauf kommt es am Ende an. Westernkotten hat dem Druck, vor eigenem Publikum zu schießen, nicht standgehalten. Wir kennen dieses Phänomen ja auch“, sagte Oehns.

Das Restprogramm der Wathlinger Pistoleros beinhaltet sowohl die Chance, doch nochmal den vierten Platz und damit die Teilnahme an der Meisterschaftsendrunde anzugreifen. Aber eben auch die Gefahr, auf einen der beiden Abstiegsplätze abzurutschen. Alle vier noch verbleibenden Gegner liegen in der Tabelle noch hinter dem SVW als derzeit Siebtem. „Erst einmal wollen wir den Klassenerhalt perfekt machen. Dann sehen wir, ob nach oben noch was geht“, so Oehns.

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