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Lokalsport Big Points im Ruhrpott für TuS Celle 92
Sport Sport regional Lokalsport Big Points im Ruhrpott für TuS Celle 92
18:51 09.01.2017
Von Oliver Schreiber
Cedric Meissner kommt nach seiner Verletzungspause immer besser in Form. In Herne gewann der 16-Jährige im Doppel ander Seite von Philipp Floritz, im Einzel reichte es noch nichtzu einem Sieg. Von seinem Trainer gab es dennoch ein Extralob. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

„Auch die anderen Spitzenmannschaften werden es in Herne sehr schwer haben zu gewinnen. Wir haben bewiesen, dass hier bei uns noch niemand die Meisterschaft aufgegeben hat“, meinte TuS-Mannschaftskapitän Nils Hohmeier, der allerdings mit seinem eigenen Spiel haderte. Und das, obwohl der 18-Jährige letztlich gegen den Bulgaren Vladimir Petkov den entscheidenden Punkt zum 6:3-Erfolg im Ruhrpott holte. „Ich habe heute nicht sonderlich gut gespielt. Trotzdem bin ich natürlich glücklich, dass wir auch schwache Spiele für uns entscheiden können“, stellte Hohmeier selbstkritisch fest.

Den Grundstein für den Sieg legten die 92er in den Doppeln. Beim 5:5 im Hinspiel hatten sie zum bisher einzigen Mal in dieser Saison beide verloren, woraus letztlich der Punktverlust resultierte. Dieses Mal drehten die Herzogstädter den Spieß komplett um. Nils Hohmeier/Tobias Hippler sowie Philipp Floritz/Cedric Meissner sorgten für eine 2:0-Führung, wobei letztere erst einen 0:2-Satzrückstand und dann ein 7:10 im entscheidenden Durchgang noch aufholten.

Und es lief weiter blendend. Floritz erhöhte gegen den Serben Uros Gordic auf 3:0 und zeigte dabei den mitgereisten Celler Fans mehrfach die „Jubelfaust“, Hippler ließ gegen den Iraner Mohammadreza Akhlaghpasand, der verständlicherweise nur bei seinem Spitznamen „Sahin“ genannt wird, das 4:0 folgen.

Mit diesem satten Vorsprung im Rücken betraten Hohmeier und der wieder genesene Meissner die Box. Doch beide schafften es nicht, dem druckvollen Spiel ihrer Kontrahenten Petkov beziehungsweise Johan Hagberg (Schweden) adäquat Paroli zu bieten, sodass Herne auf 2:4 verkürzte.

Doch einmal mehr war es Celles Spitzenspieler Floritz, der sein Team wieder in die Spur brachte und Akhlaghpasand deutlich mit 3:0 in die Schranken verwies. Hippler schaffte es anschließend allerdings nicht, sich für die Hinspiel-Niederlage gegen Gordic zu revanchieren – ganz im Gegenteil: Er verlor glatt in drei Sätzen.

Doch dann kam der Auftritt von Hohmeier, der Petkov in fünf Sätzen niederrang und den sechsten Punkt zum Sieg verbuchte. Damit kam er eventuell Meissner zuvor, der parallel gegen Hagberg nach 0:2-Rückstand zurück ins Spiel fand und ausglich. Doch nach Hohmeiers Erfolg wurde diese Partie bedeutungslos. „Es ist bekannt, dass Herne besonders im unteren Paarkreuz seine Stärken hat. Umso begeisterter bin ich, dass Cedric nach seiner langen Verletzungs- und Trainingspause schon sehr gut mithalten konnte. Falls er von weiteren Verletzungen verschont bleibt, werden wir in der Rückrunde noch stärker sein als in der Hinrunde“, befand Trainer Frank Schönemeier. Der Traum von Meistertitel und Aufstieg lebt weiter.

TTC Ruhrstadt Herne – TuS Celle 92 3:6. Mohammadreza Akhlaghpasand/Uros Gordic – Nils Hohmeier/Tobias Hippler 6:11, 10:12, 11:7, 9:11; Vladimir Petkov/Johan Hagberg – Philipp Floritz/Cedric Meissner 10:12, 7:11, 13:11, 11:8, 10:12; Akhlaghpasand – Hippler 11:6, 2:11, 5:11, 11:9, 4:11; Gordic – Floritz 3:11, 11:8, 7:11, 6:11; Petkov – Meissner 11:9, 10:12, 11:7, 11:13, 11:9; Hagberg – Hohmeier 11:7, 7:11, 15:13, 11:5; Akhlaghpasand – Floritz 5:11, 6:11, 11:13; Gordic – Hippler 11:8, 11:6, 11:5; Petkov – Hohmeier 9:11, 11:8, 11:7, 5:11, 7:11.