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Lokalsport Bundesliga zu Gast in Wathlingen
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15:39 10.01.2019
Von Oliver Schreiber
Die Bundesliga-Schützen des SV Freischütz Wathlingern fiebern ihren beiden Heimwettkämpfen entgegen.
Wathlingen

Eigentlich könnten die Luftpistolen-Schützen des SV Freischütz Wathlingen ganz entspannt in ihre beiden Heimwettkämpfe gehen. Der Klassenerhalt ist sicher, die Qualifikation für die Meisterschaftsendrunde ist auch abgehakt, obwohl sie rein theoretisch noch möglich wäre. Aber die Nervosität ist praktisch spürbar. „Die Anspannung ist da. Der merkt man dem ein oder anderen Schützen ganz klar an. Vor eigenem Publikum zu schießen, ist halt doch etwas ganz Besonderes. Da willst du natürlich deine beste Leistung abrufen“, erklärt Teammanager Erhard Oehns vor den beiden Duellen in der Wathlinger Sporthalle an der Kantallee mit GTV Bremerhaven-Seestadtteufel (Samstag, 19 Uhr) und den Sportschützen Fahrdorf (Sonntag, 13 Uhr).

Gegner Fahrdorf weckt bei den Wathlinger Pistoleros positive Erinnerungen. Vor einem Jahr gelang den Freischützen gegen die Schleswig-Holsteiner beim 4:1-Erfolg im sechsten Anlauf der erste Bundesliga-Heimsieg in der Vereinsgeschichte. „Damals ist allen ein großer Stein vom Herzen gefallen, dementsprechend groß war der Jubel“, erinnert sich Oehns.

Dies wollen die Wathlinger natürlich wiederholen. Das Problem dabei: An Sonntagen läuft beim SVW nicht viel zusammen. Bei allen vier bisherigen Wettkämpfen am siebten Tag der Woche nahm es das Team bisher zu wörtlich, dass man da bekanntlich ruhen soll. 0:8 Punkte lautet die desaströse Bilanz. „Das ist schon ziemlich kurios. Aber wir haben ja gegen Fahrdorf vor einem Jahr bewiesen, dass wir auch sonntags gut schießen können“, meint Oehns.

Apropos kurios: Eine andere Statistik besagt, dass Torben Wolf sein direktes Duell besser gewinnen sollte. Denn immer wenn Wolf gewann, siegte auch die gesamte Mannschaft. Leider galt die „Wolf-Regel“ bisher auch im umgekehrten Fall. „Das ist ihm selbst aufgefallen, wir hatten das gar nicht auf dem Schirm. Aber erst einmal hoffe ich, dass er rechtzeitig zum Wettkampf wieder in Wathlingen ist und nicht irgendwo in Österreich eingeschneit ist“, sagt Oehns mit Verweis auf Wolfs Skiurlaub im Alpenland.

Die Freischützen können noch ein kleines Ziel erreichen. Als momentan Sechster (8:10 Punkte) wollen sie noch am SV Falke Dasbach (10:8) vorbei einen Platz nach oben klettern. Dies wäre die bisher beste Bundesliga-Platzierung. Dafür müssen wohl zwei Siege her. Die größeren Chancen rechnen sich die Wathlinger gegen Fahrdorf aus, obwohl das Team als unmittelbarer Tabellennachbar (ebenfalls 8:10 Zähler) besser platziert ist als der Drittletzte Bremerhaven (6:12), der noch um den Klassenerhalt kämpft. „Bremerhaven musste am Anfang immer wieder auf die besten Schützen verzichten. Wenn bei denen alle da sind, wird es schwer für uns“, glaubt Oehns.

Die bisher erzielten Resultate der einzelnen Schützen geben ihm recht. An Position eins ist zwar Wathlingens Kristian Callaghan (380 Ringe im Schnitt) leichter Favorit gegen Jan Luca Karstedt (377) und auch Philip Aranowskis Duell mit dem Dänen Frans Soerensen (beide 373) ist statistisch gesehen offen, dafür müssen sich die anderen Wathlinger Schützen Wolf (369), Jessica Schrader (369) und Christian Oehns (368) mächtig strecken, um gegen Thomas Lüken (372), Antje Noeske (372) und Theo Hadrath (371) bestehen zu können. Die Fahrdorfer Jonas Hansen (373), Gagik Sahakian (372), Steffen Schröder (371), Stefan Vollertsen (367) und Michael Bäcker) sind im Vergleich zu den Bremerhavenern etwas schwächer.

„Letztlich liegt alles dicht beieinander. Tagesform und Nervenstärke werden wieder entscheiden“, verdeutlicht Oehns, der zudem Jörn Nachtigall (365) im Aufgebot hat und ihn gegen Fahrdorf auch einsetzen wird. Die ersten Wettkämpfe der anderen Teams am Samstag beginnen um 16 Uhr, am Sonntag um 10 Uhr. Der Eintritt ist frei. „Ich hoffe natürlich, dass möglichst viele Wathlinger mal in der Halle vorbeischauen oder auch die vielen Schützen im Landkreis Celle. Bundesliga-Wettkämpfe hast du in unserer Region ja nicht jede Woche“, hofft Oehns auf ein „volles Haus“.

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