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Lokalsport Bundesliga-Pistolenschützen des SV Freischütz Wathlingen mit Sieg und Niederlage
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17:30 09.10.2017
Von Uwe Meier
Wathlingen

wathlingen. War es die Lautstärke, die während der Bundesliga-Wettkämpfe der Pistolenschützen in der Halle herrschte und für zuviel Ablenkung sorgte? Oder war es die Nervosität, die unweigerlich aufkommt, wenn es zum ersten Schießen an die Zielscheiben geht? Vielleicht war es aber auch ein Mix aus Beidem. Auf jeden Fall waren die Schützen des SV Freischütz Wathlingen nicht ganz zufrieden, als sie die Heimreise vom ersten Wettkampfwochenende antraten. Sieg und Niederlage hatte es zum Auftakt der Bundesliga Nord in den Duellen mit dem SV Schirumer Leegmoor (4:1) und den Sportschützen Raesfeld (2:3) gegeben. „Das war alles ein bisschen durchwachsen“, urteilte Teammanager Erhard Oehns über die Leistung der Wathlinger Riege in Schleswig. „Eigentlich wollten wir ja zwei Siege einfahren.“

Und so war die Stimmung im Team insbesondere nach dem Wettkampf gegen die Sportschützen Raesfeld „ziemlich geknickt“, wie Oehns zugab. „Da hatten wir uns schon etwas mehr ausgerechnet. Aber wir waren einfach nicht gut genug“ Auch beim Auftaktschießen gegen Schirumer Leegmoor war nicht alles nach Plan verlaufen. Doch immerhin hatte es da ja noch für die ersten Pluspunkte gereicht. Eine Erklärung dafür hatte der Teammanager durchaus: „Gerade bei den ersten Ligawettkämpfen spielt die Nervosität schon eine größere Rolle“, sagte Oehns. Man müsse sich erst wieder an die Begleitumstände eines Bundesligaschießens gewöhnen. „Da geht der Puls dann schon mal ziemlich in die Höhe.“

Das traf auf Wathlingens Philip Aranowski allerdings nicht zu. Er zeigte in Schleswig starke Leistungen und holte sich in seinen beiden Wettkämpfen den Sieg. Insbesondere die letzte Zehnerserie gegen Michael Broers vom SV Schirumer Leegmoor, die er mit 99 Ring abschloss, fand Oehns „einfach nur fantastisch. Das war schon richtig, richtig gut. Das kriegen nicht viele hin.“ Auch Coral Kennerly kam gut zurecht. Nachdem die Britin in der vergangenen Saison „noch ziemlich bluten musste“, wie Oehns es ausdrückte, holte sie mit 375 Ring dieses mal einen sicheren Punkte für die Wathlinger Riege.

Dagegen war Neuzugang Jörn Nachtigall mit flatternden Nerven an die Zielscheibe getreten. Gegen Maik Ritter musste er die einzige Niederlage der Freischütze gegen Leegmoor quittieren.

Darüber, dass es im zweiten Wettkampf gegen Raesfeld deutlich knapper zugehen würde, war man sich bei den Wathlingern im Klaren. Dennoch hatte man sich schon einen Sieg ausgerechnet. Doch es sollte nicht. Christian Oehns (379) zeigte zwar einen guten Wettkampf unterlag aber gegen einen starken Jan Brückner (381). Sichere Siege gab es dagegen für Kristian Callaghan und Philip Arnowski. Doch damit hatte es sich auch schon. Torben Wolf unterlag dem routinierten 58-jährigen Niederländer Jan Brink. Bei Benjamin Forke ging gar nichts zusammen. Seine 346 ring reichten bei weitem nicht, um für einen Punktgewinn zu sorgen. „Er hat sie Scheibe hin und wieder gut ausgenutzt“, sagte Oehns über den einen oder anderen Schuss, der nicht einmal im schwarzen Feld landete, sondern nur die weiße Sechs traf. „Ihm haben die Nerven einen ziemlich großen Streich gespielt“, so Oehns, „ er hat sich von jedem schlechten Schuss runterziehen lassen.“ Da schafften auch einige beruhigenden Worten des Teammanagers wenig. „Die haben nur für ein paar gute Schüsse gereicht“, so Oehns. Dann ging es von vorne los.

Beim nächsten Wettkampf am 21. und 22. Oktober in Idstein bei Frankfurt starten die Wathlinger ihren nächsten Versuch, ein Wettkamfwochende4 mit zwei Siegen abzuschließen. Dann geht es gegen die Sportschützen Sankt Sebastian Pier 2000 sowie SSG Teutoburger Wald.