Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Bundestrainer Eckhardt Meyer verbucht größten Erfolg
Sport Sport regional Lokalsport Bundestrainer Eckhardt Meyer verbucht größten Erfolg
17:26 23.08.2010
Das deutsche Goldteam mit (von links) Thorsten Zarembowicz, der auch Einzelmeister wurde, Mareike Harm und Detlef Böhlmann mit Bundestrainer Eckardt Meyer aus Hermannsburg (vorne rechts). Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Hermannsburg

PRATONI DEL VIVARO. 72 Einspänner aus 19 Nationen kämpften auf dem Vielseitigkeitsgelände in Pratoni del Vivaro um die Weltmeistertitel im Einzel und mit der Mannschaft. Nach gezieltem Vorbereitungstraining mit Eckardt Meyer auf dem Gelände des Reit- und Fahrvereins Hermmansburg-Bergen in Misselhorn gingen die deutschen Fahrer eine Woche vor der WM zum Trainingslager ins „richtig heiße“ Parma. Wegen seiner Bodenverhältnisse bot der Ort optimale Vorbereitungsmöglichkeiten; zudem konnten die Pferde sich dort hervorragend akklimatisieren. Der WM-Austragungsort Pratoni del Vivaro – ein bedeutendes italienisches Reitzentrum 30 Kilometer vor den Toren Roms – stellte wegen seines bergigen Geländes und der Witterungsverhältnisse hohe Anforderungen an Pferd und Fahrer.

Deutschland, das als Vize-Weltmeister antrat, ging mit der zugelassenen Höchstzahl von fünf Gespannen in den drei Disziplinen Dressur, Geländefahren und Kegelparcours an den Start. Nach einem traumhaften Dressurauftakt durch das deutsche Gespann Thorsten Zarembowicz und die achtjährige Holsteiner-Stute „Sunrise“ lag das Team um Eckart Meyer auch nach dem Gelände mit 14 Punkten vor den Schweizern. Eng wurde es dann im Kegelfahren, bei dem nur Rang drei heraussprang.

In der Endbilanz reichte es aber für das deutsche Trio Thorsten Zarembowicz/„Sunrise“, Mareike Harm/„Do Marina“ und den Hannoveraner Detlef Böhlmann und seine Hannoveraner-Stute „Diaz“ mit 243,2 Punkten für den Titel – vor Vizemeister Schweiz (252,8). Thorsten Zarembowicz holte sich mit „Sunrise“ zudem den Einzeltitel und ist damit amtierender Doppel-Weltmeister.

Nach Silber bei der WM 2008 hatte Eckardt Meyer als Traumziel zwar Mannschafts-Gold anvisiert, „aber sogar noch Gold im Einzel, das hatten wir bei den Einspännern noch nie“ freut sich der Erfolgstrainer der Ein- und Zweispänner aus Hermannsburg.

Von Lothar Grotelüschen