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Lokalsport CZ-Redakteur Uwe Meier mit Problemen im Sand zwischen frischem Grün
Sport Sport regional Lokalsport CZ-Redakteur Uwe Meier mit Problemen im Sand zwischen frischem Grün
14:00 16.06.2017
Von Uwe Meier
Celle

celle. Aber das bedeutet ja nicht, dass ich den Kursus aus den Augen verloren hätte. Die Golfschläger sind mit auf den Kurztrip nach Schweden gegangen – und wurden zum Training genutzt. In Schweden hat sich Golfen zum Volkssport entwickelt. Ich war mit meiner Frau in Skåne, das ist die südlichste Provinz des Landes. Wer sich mitten in Skåne befindet, kann mehr als 70 Golfplätze innerhalb nur einer Autostunde erreichen. Einen davon habe ich genutzt, um auf den dortigen Übungseinrichtungen meine Golfkünste zu verfeinern. Wobei verfeinern für einen Anfänger ziemlich übertrieben klingt. Aber immerhin war ich nicht faul und hab geübt.

Die ausgefallene Übungseinheit wurde gleich nach der Rückkehr nach Celle nachgeholt. Putten stand auf dem Programm. Das fiel mir nicht unbedingt schwer. Ehrlich gesagt fand ich mich sogar ganz gut. Besser geht natürlich immer. Ach ja: Und einen Einsatz als „Caddy“ gab‘s auch noch. Bei einem Turnier habe ich auf dem Garßener Platz Henning Thiel auf einer Golfrunde begleitet. Tipps brauchte der von mir aber eher nicht. Immerhin hat er das Turnier gewonnen. Was ich vergessen hatte: Ich hätte vorher eine Prämie aushandeln sollen. Aber es war auch so sehr erhellend.

Was allerdings auf die folgende Stunde des Platzreifekurses nicht unbedingt zutraf. Vielmehr hatte ich da das Bedürfnis, den Schläger vor lauter Frust durch die Gegend zu schleudern. Den Ball aus einem Sandbunker zu befördern scheint irgendwie nicht mein Ding zu sein. Der Frust war extrem hoch. Die Tipps und Tricks von Trainer Dirk Enters, wie ich es besser hinkriege, habe ich durchaus verstanden. Nur irgendwie mein Körper nicht. Irgendwas im Bewegungsablauf verlief ständig falsch. Und überhaupt: Warum gibt es eigentlich diese Bunker? Im Sand spielen ist doch normalerweise nur was für Kinder mit Eimer und Schaufel oder zum Burgen bauen. Und für die etwas Älteren ist Sand ganz schön, um an irgendeinem Strand die Sonne zu genießen und ab und zu bei einem Sprung ins Meer Abkühlung im Wasser zu suchen. Aber was bitteschön haben diese sandigen Kuhlen auf einem Golfplatz zwischen sattem Grün zu suchen. Die müssten weg. Ich habe den Entschluss gefasst, beim Golfverband eine Eingabe zu machen, damit die Dinger von den Plätzen verschwinden. Bis es dazu eine Antwort gibt – das wird vermutlich ziemlich lange dauern und sehr wahrscheinlich auch nicht vom Erfolg gekrönt sein – werde ich einfach nicht mehr in diese Sandlöcher spielen. Eine dritte Möglichkeit besteht allerdings auch noch: Vielleicht sollte ich einfach noch ein bisschen trainieren, bis ich es endlich geschafft habe. Andere kriegen das ja auch hin. Das wird schon noch klappen.