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Lokalsport Celle lässt den "Bonuspunkt" liegen
Sport Sport regional Lokalsport Celle lässt den "Bonuspunkt" liegen
22:13 08.02.2015
Evelyn Schulz wird beim Torwurf unfair gestoppt. Im Hintergrund schaut Celles Spielerin des Tages zu: Silvia Szücs spielte ganz stark. Ihr gelangen neun Tore. Quelle: Benjamin Westhoff
Celle Stadt

Denn schon in der achten Minute stand es aus Heimsicht 2:5. Dabei gingen drei Treffer zu diesem Zeitpunkt auf das Konto der starken Oldenburger Rückraumspielerin Angie Geschke, die die Cellerinnen selten in den Griff bekamen. Geschke sollte am Ende auch mit acht Toren beste Oldenburger Werferin sein.

Doch die SVG-Spielerinnen besserten sich. Und so hatte Renee Verschuren in der 16. Minute die Chance zum 7:7 auszugleichen. Zu zentral war jedoch ihr Siebenmeter. Damit gab sie das Amt der Siebenmeterschützin an die blendend aufgelegte Silvia Szücs ab, die sich im weiteren Verlauf des Spiels in drei Versuchen keine Blöße mehr in dieser Disziplin gab.

Szücs war es auch, die in der 24. Minute den 10:10-Ausgleich schaffte. Zuvor konnten ihre Mitspielerinnen dreimal den Ball erobern und zu einem Tor verwerten. „Wir müssen immer über eine gute Abwehrleistung ins Spiel kommen. Das muss die Basis sein“, erklärte SVG-Trainer Martin Kahle im Anschluss an die Partie.

Nach dem Ausgleich half das Oldenburger Unvermögen der SVG zur 12:10-Halbzeitführung. Denn VfL-Linksaußen Kira Schnack wurde kurz vor der Pause zweimal als „abgestanden“ zurückgepfiffen.

Ansonsten war Coach Kahle wenig zufrieden mit der Schiedsrichterleistung am Samstag. Er rannte auf und ab und raufte sich die Haare. „Aber das ist das Los eines Aufsteigers. In 50:50-Situationen wird immer eher gegen dich entschieden“, kommentierte er den Auftritt des Schiedsrichtergespanns.

Kurz nach der Halbzeit egalisierten die Oldenburgerinnen zum 14:14 (37.). Jetzt ging es hin und her. Bis zum 18:18 hielten die Cellerinnen gut mit. Doch dann erspielte sich der VfL einen Zwei-Tore-Vorsprung (56.). Nadine Smit (57.) verkürzte in Unterzahl noch einmal auf 21:22. So blieb es bis 25 Sekunden vor dem Ende. Jetzt war es die erfahrene Renee Verschuren, die es aus dem Rückraum probierte. Ihr Versuch landete am linken Pfosten. Doch Maria Kiedrowski fing den Abpraller und machte mit einem gewaltigen Sprung den Ausgleich (60.). Doch die restlichen Sekunden reichten der Oldenburgerin Kira Schnack, um einen nicht abgestandenen Treffer zu erzielen. Renee Verschurens anschließender Verzweiflungswurf vom Halbkreis ging über das Oldenburger Tor.

„Wir wissen, wann und wo wir punkten müssen“, resümierte Kahle nüchtern nach diesem Herzschlagfinale. Trotzdem hätte er „einen Bonuspunkt gerne mitgenommen“. (hae)

Von Alexander Hänjes