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Lokalsport Celler Bogenschützen im Mittelfeld bei Weltmeisterschaft
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18:26 27.09.2017
Nach der WM in Frankreich geht Andreas Staszewski bei der Celler Herbstjagd an den Start.   Quelle: Eckhard Frerich
Celle

Beide Celler Blankbogenschützen landeten mit ihren Platzierungen im Mittelfeld. Staszweski kam mit einer Gesamtpunktzahl von 744 Ringen in beiden Durchgängen auf Platz 26 von 51 und Paape folgte ihm dicht dahinter auf Rang 32 mit 703 Ringen. Das deutsche Team erreichte mit einer Silbermedaille von Kristina Heigenhauser (Traunstein) den elften Rang im Medaillenspiegel.

„Ich bin zufrieden“, sagt Staszewski. Am ersten Wettkampftag waren noch einige Patzer bei dem ansonsten zielsicheren Deutschen Meister zu sehen, sodass er unter seinen Möglichkeiten blieb. „Ich musste mich an alles erst einmal gewöhnen“, erklärt er. Der zweite Tag lief dann besser. „Da hat man sich dann mehr getraut“, so der Schütze. Gebracht hat es am Ende nichts. Denn den schwachen Start nutzte die starke Konkurrenz gnadenlos aus. Routiniert zogen die besten Bogenschützen der Welt in der Rangliste an den Cellern vorbei.

„Das ist schon etwas anderes gewesen als hierzulande. Bei der Weltmeisterschaft muss man mindestens immer 400 Ringe pro Durchgang schießen, um oben mit dabei zu sein“, erklärt Paape, der sich angesichts der Umstände ebenfalls zufrieden mit seiner Leistung zeigt. „Da waren teilweise Profis dabei und Bogenschützen aus Ländern, bei denen der Sport einfach einen ganz anderen Stellenwert hat.“ Vor diesem Hintergrund sei sein Abschneiden für ihn kein Grund zur Trauer. Zumal Paape überzeugt ist, dass dies erst der Anfang für die deutschen Schützen war: „3D ist die Zukunft im Bogensport. Das wird sich weiter entwickeln.“

Sobald der Sport auch in Deutschland bekannter wird, sei es möglich, dass sich dies auch an höheren Platzierungen in der Rangliste bemerkbar macht. Doch da man noch am Anfang stehe, galt es für die deutsche Delegation Pionierarbeit zu leisten. In diesem Zusammenhang mussten die Celler auch die Kosten für die Teilnahme zunächst aus eigener Tasche bezahlen. „Man wird sehen, ob wir noch etwas vom Verband zurück erhalten“, sagt Staszewski und Paape ergänzt: „Man muss sich das auch ein bisschen wie eine Urlaubsreise vorstellen. Da investiert man das Geld gerne.“ Außerdem würde ein Teil der Kosten von seinem Verein übernommen.

Als Nächstes geht es für die Schützen zurück in die Heimat. Dort erwartet sie am Sonntag die Celler Herbstjagd, das 3D-Turnier des SC Wietzenbruch. Etwa 276 Schützen haben sich für den Wettkampf, der um 10 Uhr am Bogensportgelände „Kibitzsee“ beginnt, angemeldet. Darunter auch drei Nationalkaderschützen um Staszewski. Paape wird am Turnier seines Heimatvereins nur als Helfer mitwirken. Dennoch freut er sich drauf: „Es wird schön die Leute wiederzusehen. Beim 3D-Bogenschießen sind wir wie eine große Familie.“