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Lokalsport Celler Extremsportler bestehen nächste Herausforderung
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17:30 17.12.2013
Von Uwe Meier
Kampf gegen Kälte und Matsch. Die Starter des Ratzeputz-Teams Celle, hier Patrick März, hatten in Rudolstadt auch Celler auch die merkwürdigsten Hindernisse zu überwinden. Für die, die über die Ziellinie liefen, gab es eine Medaille (links). Quelle: unbekannt
Celle

Die zweite Auflage von „Getting Tough – The Race“ ist Geschichte. Gut 1200 hochmotivierte Frauen und Männer hatten sich zum Grenzgänger ihrer eigenen physischen und psychischen Belastbarkeit gemacht und sich der Herausforderung bei dem wohl härtesten Extrem-Crosslauf Deutschlands gestellt. Die Zahl der Ausfälle zeigt den Schwierigkeitsgrad dieses Laufs: 312 Teilnehmer, also über ein Viertel der an den Start gegangenen Teilnehmer, hatten das Ziel nicht erreicht. Die vier Teilnehmer aus Celle (Patrick März, Marcus Tiersch , Detlef Lingemann und Andreas Kautz) gehörten allerdings nicht zu denen, die aufgeben mussten.

Das Ratzeputz-Team Celle war bereits am Vortag nach Rudolstadt gereist, um die Atmosphäre und die perfekte Organisation frühzeitig zu erfahren. Ein Festzelt und eine strukturierte und aufmerksame Organisation direkt auf der Bleichwiese vor den „Killing Fields“, stimmte alle Sportler frühzeitig auf den Lauf ein.

Am Veranstaltungstag machten sich die Teilnehmer unter der Führung eines Dudelsackspielers und einer Rittergruppe, die dem Aussehen nach direkt aus dem Mittelalter entsprungen sein musste, auf einen zirka einen Kilometer langen Weg zur großen Startwiese. Dort gingen die Teilnehmer in voller Breite (500 Meter) in Stellung. Noch vor dem Start gab es neben der obligatorischen Einstimmung mit Nebelschwaden und einer anheizenden Ansprache auch grüßende Worte vom Organisationsteam. Auch Billy Wilson, genannt „Mr. Mouse“– die Ikone des Extremsports, war unter den Anwesenden.

Ein Großteil der Teilnehmer, darunter mit auch die vier Celler, konnte dieses Kräftemessen gegen Nässe, Kälte und fast unüberwindbar scheinende Hindernisse am Ende für sich entscheiden und völlig entkräftet im Ziel auf der Bleichwiese einlaufen. Unterstützt und angefeuert wurden sie dabei auf der gesamten 23 Kilometer langen Naturstrecke von Tausenden von Zuschauern.

Die Anzahl der Hindernisse wurde dieses Jahr auf nun 100 ausgebaut und auch die Qualität der Hindernisse, gerade zum Ende der Strecke auf den sogenannten „Killing Fields“, wurde erheblich erhöht. Auf der Strecke mussten über 900 Höhenmeter mit teilweise 32-prozentiger Steigung überwunden werden. Auch galt es, zweimal den reißenden Fluss Saale zu durchqueren. Taucheinlagen in einem Schwimmbad mit gefühlt einem Grad kaltem Wasser gehörten ebenfalls zu den „Aufgaben“ der Teilnehmer, wie zahlreiche Hindernisse, die oft nur gemeinsam bewältigt werden konnten. Dabei gelten die extremen Wasserhindernisse, eine alte, aber deutlich erschwerte NVA-Sturmbahn und natürlich die schneckenförmig aufgebauten Hindernisse in der Zielzone, den „Killing Fields“ zu den ultimativen Herausforderungen.

Die Zahl der Ausfälle zeigt den Schwierigkeitsgrad dieses Laufs: 312 Teilnehmer erreichten das Ziel nicht. Das Ratzeputz-Team finishte nach 3:56 Stunden im Ziel.

Die Generalprobe für die Mutter aller Extremläufe, dem „Tough Guy Race“ im englischen Wolverhampton am Sonntag, 25. Januar, bei dem erneut Vertreter des Ratzeputz-Teams dabei sein werden, wurde mit Bravour bestanden.