Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Celler Football verliert sein Gesicht
Sport Sport regional Lokalsport Celler Football verliert sein Gesicht
11:10 20.09.2018
Von Christian Link
Stallions-Headcoach Martin Connell war für viele das Gesicht des Celler Footballs. Jetzt hat der sympathische Trainer seinen Rücktritt verkündet.
Celle

Bitterer hätte es für die Celle Stallions kaum kommen können. Schon vor dem Auswärtsspiel beim haushohen Favoriten standen die Chancen gegen das Football-Team des MTV Eintracht. Und dann fehlte am Tag des Playoff-Viertelfinales gegen die Lübeck Cougars auch noch die halbe Mannschaft. Den größten Schock gab es für Stallions-Fans aber erst nach der 0:102-Niederlage: Cheftrainer Martin Connell verkündete seinen sofortigen Rücktritt.

„Es sind einfach berufliche Gründe, die mich dazu gebracht haben“, erläutert Connell seinen Abschied vom MTVE gegenüber der CZ. Etwa 15 Stunden pro Woche verbringe der hauptberufliche Heilerziehungspfleger und nebenberufliche Gesangscoach mit Football. Das könne er auf Dauer nicht mehr leisten. Connell: „Ich muss mir jetzt mehr Zeit für meine eigenen Sachen nehmen. Ich hoffe, dass ich mich wieder mehr auf meine Musik konzentrieren kann.“ Mit seiner Gesangsschule steckt er mitten im Umzug von Altencelle nach Westercelle. Außerdem arbeite er gerade an einer EP.

Innerhalb des Vereins sei sein Abschied „nichts Neues“ gewesen. Dass er aufhören werde, habe schon länger im Raum gestanden. „Wir haben es nur nicht nach außen kommuniziert“, sagt Connell. Er habe der Mannschaft von Anfang an gesagt, dass er nicht der Richtige sei. Einige Spieler seien dann aber letztlich doch überrascht gewesen. „Am Ende war es eine kurzfristige Entscheidung, die ich sehr schnell umgesetzt habe, damit ich nicht in Versuchung komme.“

Um seine Nachfolge als Headcoach macht sich Connell keine Sorgen. „Es ist jemand im Gespräch“, verrät er und ist zuversichtlich, dass nach der dreiwöchigen Trainingspause ein neuer Trainer bei den Stallions zugesagt hat. „Die Mannschaft funktioniert super und ist erfolgreich. Jetzt wird sie einfacher einen Coach kriegen als noch letztes Jahr.“

Sein Team sieht er auf einem guten Weg. „Wir haben ein paar Jungs, die wirklich sehr talentiert sind“, sagt Connell und erwartet, dass der Kader weitgehend bestehen bleibt: „Auch die Leute, die potenziell eine höhere Liga spielen können, werden nächste Saison noch bleiben.“

Zu den Stallions will Connell auf Abstand gehen. „Ich werde mich komplett zurückziehen“, kündigt er an. Ganz mit seinem Sport brechen will der Football-Verrückte jedoch nicht: „Ich hoffe, dass ich in ein, zwei Jahren irgendwo als Linecoach anheuern kann. Aber nicht in Celle, hier würde ich wieder in alte Rollen verfallen. Und das kann ich mir einfach nicht leisten.“

Historische Pleite: Die Playoff-Niederlage der Celle Stallions gegen die Lübeck Cougars II am Samstag wurde bei den Siegern ausgiebig gefeiert. „So ein Ergebnis gab es in der über 30-jährigen Clubgeschichte noch nie“, jubelten die Pumas nach dem 102:0-Erfolg (56:0). Allerdings waren die Hengste mit nur 26 Spielern auch kaum konkurrenzfähig. Receiver Lars Lumma musste zudem mit ausgekugelter Schulter ins Krankenhaus und die letzten sechs Minuten spielten die Celler ohne Quarterback.

Sie ist auf Surfbrettern die schnellste Frau in Deutschland und eine der schnellsten weltweit: Anja Kruse aus Celle wurde auf Fehmarn Deutsche Meisterin im Speedsurfen.

19.09.2018

Der Fassberger Fliegerhorst-Lauf hat bei seiner jüngsten Auflage einen neuen Teilnehmerrekord erlebt. Mit 678 Frauen und Männern haben so viele Läufer wie noch nie die Ziellinie überquert.

19.09.2018

Die Celler Nachwuchskanutin Greta Zietz ist nicht nur auf der Aller das Maß aller Dinge. Beim 46. Großen Wappen von Köln ließ sie auch auf dem Rhein die gesamte Konkurrenz hinter sich.

Christian Link 19.09.2018