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Lokalsport Celler Frauen jubeln über Oberliga-Siege
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22:19 07.02.2010
Handball-Oberliga Frauen: MTV Post Eintracht Celle vs. MTV Rohrsen Quelle: Peter Müller
Celle Stadt

Es ist eine kleine Sensation. Nach dem überraschenden Aus von MPE im HVN-Pokal hat das Team von Trainer Daniel Deutsch in der Partie gegen den Tabellenersten alles richtig gemacht. Und auch dem SVG II glückte mit dem Sieg über heimstarke Northeimer Unglaubliches.

MTV Post Eintracht Celle –

MTV Rohrsen

29:27 (14:9)

„Wir hatten in dieser Begegnung nichts zu verlieren,“ so MPE-Coach Daniel Deutsch. „Nach der Pokalniederlage war Unruhe in die Mannschaft gekommen. Heute haben wir genau die richtige Antwort gegeben.“ Es war eine Partie auf höherem Niveau, die MPE von Beginn an dominierte. Schon nach wenigen Minuten hatte sich das Team einen deutlichen Vorsprung erarbeitet (6:1). Obwohl auch Rohrsen keine schlechte Leistung ablieferte, hielten die Gastgeberinnen über 8:4 und 10:5 die gesamte erste Halbzeit hindurch eine komfortable Führung. „Rohrsen kam mit unserer Abwehr nicht klar. Wir haben gut gestanden und viel kämpferischen Einsatz gezeigt,“ so Deutsch. Nach der Pause ging es mit gleicher Härte weiter. Kim Niebuhr und Katrin Windisch verletzten sich sogar. „Das sah ziemlich übel aus. Aber beide haben richtig auf die Zähne gebissen und weiter eine super Abwehr gespielt. Das war ein Zeichen von Charakterstärke,“ lobte der Coach. Ein Handballspiel entscheidet sich oft in den letzten zehn Minuten. Die letzte Spielphase wurden zu einem Krimi. Rohrsen kam auf 27:28 heran. Mit einem Quäntchen Glück und einer nervenstarken Nicole Forstner, die mit dem Abpfiff noch das 29:27 erzielte, rettete MPE den verdienten Sieg über die Zeit.

MPE Celle: Stanke, C. Hoffmann, Deutsch (3), K. Hoffmann (4), Grah, Niebuhr (1), Forstner (3), Skorek (5), Windisch (5), Frost (5), Zywicki (3), Wallheinke.

HSG Northeim –

SV Garßen Celle II

25:27 (12:15)

„Alle haben gekämpft, als wenn es ums Überleben ginge,“ sagte die überglückliche SVG-II-Trainerin Inga Kahle. „Keine einzige Spielerin hat sich auch nur eine Sekunde hängen lassen. Dafür ein großes Lob an die ganze Mannschaft.“

Die erste Halbzeit gehörte Garßen. Nach verpatzten Anfangsminuten glich das Team beim Stand von 3:3 aus und ging über 7:4 und 10:5 in Führung. „Wir haben schlau gespielt und Luisa Grimm hat einige glänzende Paraden gezeigt, die uns die Führung gerettet haben,“ so Kahle. Allerdings hatte die erste Halbzeit auch ihre Schattenseite. Die angeschlagene Inga Hinter­thür verletzte sich am Knie (18. Minute) und musste raus. Den Ausfall bekamen besonders Kahle und Nastja Antonewitch zu spüren. Die verbleibenden vierzig Minuten musste Garßen mit nur zwei Rückraumspielerinnen bestreiten. „Ich war in der 40. Minute schon völlig fertig,“ gab die Trainerin zu. Das merkte natürlich auch der Coach von Northeim, der alles versuchte um seiner Mannschaft einen Punkt zu retten. Nastja und Kahle wurden als Haupttorschützinnen in doppelte Manndeckung genommen. So kam es zu einem offenen Schlagabtausch (19:19 und 25:25). Eine Sekunde vor Schluss bekam Northeim einen Siebenmeter zugesprochen. „Ich dachte, mir bleibt das Herz stehen. Doch Claudia Körner hat den Ball und damit den Sieg festgehalten,“ freute sich die Trainerin.

SVG Celle II: Körner, Grimm, Hinterthür, Hustedt (1), Kahle (10), Meinert (2), Seturski (4), Thölke, Lichtenstein, Antonewitch (10).

Von Meike Grieger