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Lokalsport Celler Herbstregatta mit internationalem Flair
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17:35 28.09.2016
Hochbetrieb auf der Aller: Bei der 59. Celler Ruderregatta werden die Boote am Samstag zwischen 10 Uhr und 16.45 Uhr im Drei-Minuten-Abstand auf die 500 Meter lange Strecke geschickt. Quelle: Alex Sorokin
Celle Stadt

Sieben Wochen nach der Benefizregatta „Rudern gegen Krebs“ sind Celler Ruderverein, RC Ernestinum-Hölty und Hermann Billung erneut Gastgeber einer Großveranstaltung. Diesmal wird sich neben aktuellen und ehemaligen Leistungsträgern der gastgebenden Vereine auch der jüngste Nachwuchs mit der norddeutschen Konkurrenz messen. Zudem fiebern einige Firmenmannschaften, deren Aktive am 13. August bei der Benefizregatta erste Wettkampferfahrungen sammelten, ihrem Start entgegen.

Eine Besonderheit dieser Traditionsveranstaltung ist seit zehn Jahren das Canadier-Einlagerennen mit Teams von Stadt und Landkreis Celle, das in der Vergangenheit stets spannende Duelle und knappe Rennausgänge brachte. Bei diesem „kleinen Jubiläum“ steigt um 13.20 Uhr auch die SPD-Bundestagsabgeordnete Kirsten Lühmann mit ins Boot.

Höhepunkt des Tages ist wieder der Xental-Achtercup, dessen Start um 13.30 Uhr an der Pfennigbrücke Besucher hautnah miterleben können. Hier ist ein Preisgeld von 600 Euro ausgesetzt, von denen der Sieger mindestens 300 Euro erhält. Darum bewerben sich der Celler Ruderverein als amtierender Landesmeister in dieser Bootsgattung sowie Mannschaften von Hermann Billung Celle und vom RV Leer. Gesamtsieger ist, wer zuerst zwei Rennen für sich entschieden hat.

Im CRV-Achter sitzen mit dem Studenten-Europameister Patrick Leineweber sowie dem ehemaligen Junioren-Weltmeister Peter Kluge zwei Ruderer, die in diesem Jahr lange Zeit zur deutschen Nationalmannschaft gehörten und am Ende nur knapp eine Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro verpassten. Beide hoffen auf heimischem Gewässer sowohl im Achtercup wie auch im abschließenden Stadt-Achter, in dem es ab 16.40 Uhr um den Ehrenpreis der Stadt Celle geht, auf Siege.

Internationales Flair bekommt die Regatta durch die Teilnahme von Mastersruderern des Bristol Ariel Rowing Club. Sie begleiten Aktive ihres Partnerclubs RV Linden Hannover und kämpfen auf der Aller unter anderem im Achter Mindestdurchschnittsalter 55 Jahre gegen eine einheimische Renngemeinschaft um den Ehrenpreis des Landkreises Celle.

Mit Ausnahme von Achtercup und Canadierrennen werden alle anderen Rennen im Drei-Minuten-Abstand am Thaers Garten gestartet. Die beste Sicht auf die Regattastrecke bietet bei freiem Eintritt die Ziegeninsel, wo auch die Sieger ihre Medaillen entgegennehmen und wo sich die Verpflegungsstände befinden.

Von Amelie Thiemann