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19:49 20.06.2016
Von Uwe Meier
Eine der vielen ungenutztenCeller Strafecke:Kathy Sablotny (rechts)und Luise Brüggenjürgen.
Celle Stadt

"Wir müssen nicht – aber wir wollen schon“, hatte Trainer Martin Winterhoff vor der Begegnung über die Ambitionen seines Teams gesagt. Trotz der lockeren Herangehensweise an die Aufgabe überwog aber auch bei ihm anschließend die Enttäuschung. „Ein bisschen geknickt sind wir schon“, sagte er über die Gefühlslage von Trainer und Mannschaft. „Eigentlich waren wir das bessere Team. Wir hatten Rissen eigentlich ganz gut im Griff.“

Dass es am Ende nicht gereicht hatte, lag an mehreren Faktoren. Alle Gegentore waren unnötig und vermeidbar gewesen, weil ihnen jeweils individuelle Fehler in der Defensive oder beim Spielaufbau vorausgegangen waren. Auf der anderen Seite machten die Celler Spielerinnen aus ihrer über weite Strecken der Begegnung präsentierten Überlegenheit zu wenig. Einige gute Chancen waren ungenutzt geblieben. „Da waren wir oft zu unkonzentriert. Es hat auch ein bisschen die letzte Entschlossenheit vor dem Tor gefehlt“, so Winterhoff. Und dann waren da noch die Hamburger Unparteiischen, die mit ihren Entscheidungen in den Celler Reihen für Verwirrung sorgten. „Die haben das Spiel zwar nicht entschieden“, sagte Winterhoff. „Doch geärgert habe ich mich über die Herren schon ein wenig.“

Celle sah sich schon nach drei Minuten einem 0:1 gegenüber. Doch davon ließ man sich nicht aus der Bahn werden. Vielmehr übernahm MTVE anschließend das Zepter und kam folgerichtig durch Pippa Bahr zum Ausgleich (20.). „Anschließend hätten wir nachlegen müssen“, kritisierte Winterhoff die mangelnde Chancenwertung. „Wir haben daraus einfach zu wenig gemacht.“

Daran änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nichts. „Eigentlich haben wir das, was wir uns zur Pause vorgenommen haben, gut umgesetzt“, sagte der MTVE-Trainer. Tore wollten aber weiterhin nicht gelingen. Als dann Luise Brüggenjürgen aufgrund einer Verletzung vom Feld musste, herrschten in der Defensive kurzzeitig leichte Unstimmigkeiten, die die Hamburgerinnen zum 2:1 (55.) nutzten.

Davon ließen sich die Cellerinnen allerdings nicht aus der Bahn werfen. Sie versuchten alles, um noch zum Ausgleich zu kommen. Doch der wollte trotz guter Möglichkeiten nicht gelingen. Vielmehr kassierte man sogar noch das 1:3.

„Es ist nicht schlimm, dass wir es nicht geschafft haben. Aber schade ist das schon“, meinte Winterhoff. „Die Mädels waren schon geknickt. Ein weiterer Aufstieg wäre etwas ganz Besonderes gewesen.“ So muss das Team auf die nächste Saison warten.

MTV Eintracht Celle: Tödter-Karsch – N. Lauenstein, Sablotny, R. Bahr, Hahne, Rentschler, Streubel, Brüggenjürgen, Feuerbacher, Neubauer, Paulick, Hollerbach, P. Bahr, Müller.