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Lokalsport Celler Hockeyer vor riesigen Problemen
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18:25 11.09.2016
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Denn dazu benötigt es Hallenkapazitäten, die für Celles Hockeyer in den vergangenen Jahren größtenteils (rund 70 Prozent) durch die Nutzung der Sporthalle 1 des SZ-Burgstraße gedeckt werden konnte. Doch die Sportstätte wurde bekanntlich im Juni ein Raub der Flammen. Und wann die danebenliegende Halle 2 wieder für den Sportbetrieb freigegeben kann, ist ungewiss. „Derzeit gehe ich jedoch davon aus, dass der Termin zum 17.Oktober gehalten werden kann“, ließ der Pressesprecher des Landkreis Celle Holger Harms auf Nachfrage kürzlich verlauten. „Eine Garantie dafür können wir leider nicht übernehmen.“

„Das ist für uns ein riesiges Problem. Der Spiel- und Trainingsbetrieb ist nicht gesichert. Für uns als Hockey-Abteilung ist das existenzgefährdend“, sagt der Sportliche Leiter der MTV-Hockeyer, Jörg Wehrmeister. Derzeit seien erst in etwa und die Hälfte der benötigten Zeiten vorhanden. Man sei dabei mit den zuständigen Stellen für die Hallenzeitverteilung in engem Kontakt. Doch es ist schwierig. „Bei der Stadt Celle ist man sehr bemüht, Lösungen zu finden“, so Winterhoff. „aber es ist echt schwierig.“

Natürlich besteht zu einem gewissen Teil die Möglichkeit, in andere Hallen auszuweichen. Dazu sind die Hockeyer selbstverständlich bereit. Auch sind sie bereit, im Trainingsbetrieb enger zusammenzurücken. Allerdings sind die Sporthallen in Celle schon größtenteils anderweitig komplett belegt – und was noch erschwerend hinzukommt: Eine für das Hallenhockey benötigte und zwingend notwendige sowie auch als Spielfeldbegrenzung genutzte Bande ist neben dem SZ-Burgstraße nur noch in der Hölty-Halle vorhanden. Für alle anderen Hallen müsste es Neuanschaffungen geben, die in etwas zwischen 4000 bis 4500 Euro pro Bande liegen würden.

Über den kürzlich aufkommenden Vorschlag, das Wintertraining doch auf den Kunstrasen zu verlegen, können Wehrmeister, der sich um die Nachwuchsarbeit beim MTVE kümmert sowie Damen- und Herrentrainer Martin Winterhoff nur den Kopf schütteln. „Das ist ausgeschlossen. Zwischen Feld- und Hallenhockey bestehen größte Unterschiede“, sagen beide unisono und verweisen unter anderem auf eine andere Spielfeldgröße, andere Schläger und andere Bälle. „Das sind fast zwei verschiedene Sportarten“, so Wehrmeister.

Derzeit stehen die Hockeyer auf dem Schlauch. Aber die Zeit drängt. Bis zum 15. September – es gab schon eine Fristverlängerung – müssen beim Verband die Termine für Punktspiele angegeben werden. Zum derzeitigen Stand ist das für die Celler offenbar unmöglich.

Die vier Jugendturniere, die der MTV Eintracht Celle für seine verschiedenen Nachwuchsmannschaften jeweils über zwei Tage in den beiden Hallen des SZ-Burgstraße ausgerichtet hatte, werden vermutlich ausfallen müssen. In der Vergangenheit waren dazu Mannschaften aus dem gesamten Bundesgebiet mit großem Anhang nach Celle gereist.

„Das ist insgesamt eine schwierige Situation“, sagt Winterhoff und Wehrmeister fügt an: „Wir werden auch ständig von den Eltern unserer Nachwuchsspieler angesprochen, wie es den weitergeht.“ Eine Antwort müssen die Trainer dann schuldig bleiben.