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Lokalsport Celler Hokey-Legende will bei der EM aufs Treppchen
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15:07 17.08.2017
Celle

Die verlief jedoch nicht ganz reibungslos. Zunächst sorgte ein Remis gegen die deutsche Ü60-Auswahl für ein Stimmungshoch unter den älteren Spielern. „Das hat uns richtig Mut gemacht. Denn bei uns macht ein Altersunterschied von etwa fünf Jahren schon eine Menge aus“, sagt Bobaz. „Da haben wir gut dagegen gehalten.“ Doch die Euphorie hielt nicht lange an. Bei dem darauf folgenden Testspiel gegen die Ü65-Auswahl aus den Niederlanden mussten Bobaz und das deutsche Team eine krachende Niederlage einstecken.

Durch unglückliche, individuelle Fehler, lag man nach dem ersten Viertel deutlich mit 0:3 zurück. „Die haben uns in Grund und Boden gespielt“, so Bobaz.

Doch dass es die Ü65 auch besser kann, bewiesen sie im zweiten Viertel, das mit 1:2 endete. Danach gelang es der deutschen Auswahl sogar, das dritte Viertel mit 1:0 für sich zu entscheiden. Doch am Ende hat auch diese Leistungssteigerung nicht mehr gereicht. Denn im letzten Viertel geschah nichts mehr und es endete 0:0. Womit das Spiel insgesamt mit 2:5 verdient an das Team aus den Niederlanden ging.

Für Bobaz jedoch kein Grund den Kopf in den Sand zu stecken. „Die Niederlage kam zur rechten Zeit, damit wir die aufgezeigten Fehler bis zur EM abstellen können.“

Und schon am nächsten Tag zeigte die Ü65 aus Deutschland, was in ihr steckt. Das Team schüttelte die Niederlage des Vortages ab und besiegtebei einem weiteren Testspiel eine im Durchschnitt jüngere Rhein-Ruhr-Auswahl mit 3:1.

„Wir haben gute Spieler und wenn wir unsere Leistung abrufen können und alle gut zusammenspielen, dann bin ich zuversichtlich, dass wir am Ende auf dem Treppchen stehen“, sagt Bobaz. Für ihn wäre es eine erfolgreiche Fortführung seiner EM-Karriere, die bislang immer auf dem zweiten oder dritten Platz endete. Außerdem wäre es die letzte EM, die Bobaz für die Ü65 bestreitet. Danach möchte er noch bei der Weltmeisterschaft der Ü70 teilnehmen. Denn mit einem Weltmeistertitel ließe sich auch leichter die Karriere beenden, erklärt er mit einem Augenzwinkern. Doch zunächst freut er sich erst einmal auf den Wechsel in die Ü70. „Dann bin ich endlich wieder der Jüngste“, sagt Bobaz mit einem Lächeln.