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Lokalsport Celler Kraftsportler mit fast maximaler Ausbeute bei Meisterschaften
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15:17 03.04.2018
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

DÜSSELDORF. Ein Jahr hatten sich die beiden Celler unter Anleitung eines Leistungssport-Krafttrainers auf den Wettkampf vorbereitet. Bei dieser Meisterschaft werden zehn Prozent aller Teilnehmer auf Dopingmittel getestet.

Modellathlet Nick Meyer trat zum letzten Mal bei den Junioren (20 bis 23 Jahre) in der Gewichtsklasse bis 82,5 Kilogramm zum Bankdrücken an. Austrainiert bis in die letzte Muskelfaser, erinnerte er an Michelangelos David in einem Gewichtheberanzug. Er drückte 130 sowie 132,5 Kilogramm in die Höhe, scheiterte aber anschließend denkbar knapp an 135 Kilogramm. Doch mit diesem Ergebnis sicherte er sich den Vizetitel.

Im Kreuzheben startete er mit „leichten“ 180 Kilogramm, anschließend versuchte er sich an einer neuen persönlichen Bestleistung von 185 Kilogramm, die er auch noch gut gehoben bekam und die ihm den Titel sicherte. „Da ich nun nichts mehr zu verlieren hatte, versuchte ich 190 Kilogramm“, sagt Meyer. Gut vom Boden weggehoben, verließen ihn aber unterhalb der Knie die Kräfte und er musste ablassen. „Schade, trotzdem nicht schlecht für jemanden, der bis vor drei Jahren das Kreuzheben noch für ein katholisches Kirchenritual hielt“, hieß es aus dem engeren Trainingskreis.

Lars Steinborn vom Perfect Sports ging in der Altersklasse drei (50 bis 54 Jahre) und der Gewichtsklasse bis 100 Kilogramm im Kreuzheben an den Start. Er zog 215 und anschließend 225,5 Kilogramm in die Höhe. Doch dem nicht genug, peilte er nun 227,5 Kilogramm an. „Vier große rote, eine kleine silberne und der große Verschluss pro Seite auf der Hantel ließen den gewaltigen Eisenberg furchterregend wirken“, sagt der Kraftsportler. Doch einschüchtern ließ er sich davon nicht. Seit 35 Jahren nimmt der „Silberrücken“ den Kampf gegen das Eisen auf – und kann immer noch nicht so richtig loslassen. Zum epischen Duell Mann gegen Eisen beugte er sich vor, packte die Hantel und nach einer gefühlten Ewigkeit begann er mit grimmiger Entschlossenheit an ihr zu ziehen. Getragen durch das ihn lautstark anfeuernde Publikum bewegte sich die biegende Hantel wie in Zeitlupe vom Boden weg. Sein Körper schüttelte sich vor Anstrengung und drohte der gewaltigen Last nachzugeben. Doch mit dem Willen zum Sieg über die Materie zog er die Hantel nach oben und bekam den Versuch gültig: Steinborn holte sich den Titel mit neuem deutschen Rekord.

Jetzt hat es auch den TuS Celle 92 erwischt: Der als Meister und Aufsteiger feststehende Klub aus der Herzogstadt verlor am Montag seine weiße Weste bei der 1:6-Niederlage im Spitzenspiel bei Hertha BSC Berlin. „Die Pleite fiel zu deutlich aus. Viele Matches waren sehr eng und gingen zum Teil unglücklich verloren“, urteilte Celles Teammanager Dieter Lorenz. Zudem trat Celle nicht in Bestbesetzung an. Die Nachricht erreichte Lorenz erst am Morgen vor dem Spiel: Spitzenspieler Philipp Floritz meldete sich für das Topspiel aufgrund eines grippalen Infekts ab. So ging es dann mit dem Nachwuchs-Ass Elias Thieliant in Richtung Bundeshauptstadt.

Heiko Hartung 03.04.2018

Großer Jubel bei Tobias Hippler: Die Nummer zwei des Tischtennis-Drittligisten TuS 92 Celle hat bei den Spanish Open in Guadalajara überraschend die Silbermedaille im U21-Wettbewerb gewonnen. Dementsprechend groß war die Freude bei dem 18-Jährigen nach der stark besetzten Veranstaltung. „Zum ersten Mal stehe ich nun bei einem Pro-Tour-Turnier auf dem Siegerpodest. Dementsprechend zufrieden bin ich natürlich. Auch meine Leistungen waren gut“, sagte Hippler.

03.04.2018

Heiko Vollmer riss nach dem Schlusspfiff jubelnd die Arme in die Höhe. Immerhin hatte sein Team gestern gegen die Mannschaft der Stunde beim 1:1 (1:0) einen Punkt geholt. Selbstverständlich war der nicht. Immerhin war SV BW Bornreihe zuvor mit drei Siegen in Folge aus der Winterpause gestartet und randvoll mit Selbstvertrauen nach Westercelle gereist. Auf der anderen Seite war Zuversicht beim VfL-Team nicht unbedingt zu vermuten. Erst hatte es vor einer Woche eine 0:2-Heimniederlage gegen TuS Harsefeld gegeben. Am Ostersamstag mussten die Westerceller im Auswärtsspiel bei der SV Ahlerstedt/Ottendorf auch noch eine deftige 0:7 (0:2)-Schlappe einstecken.

Uwe Meier 02.04.2018