Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Celler Kufenflitzer holt vier Rekorde bei Mastercup
Sport Sport regional Lokalsport Celler Kufenflitzer holt vier Rekorde bei Mastercup
18:02 28.02.2010
Thomas Rumpf und Olaf Hermann in Aktion, Siegerehrung AK 45: (v.l. Koeno Mulder (NED), Boris Repnin (RUS), Olaf Hermann ‚(ST Celle), Jon Gauslaa (NOR)). Quelle: nicht zugewiesen
Celle Stadt

CELLE (cz). Während die deutschen Spitzenläufer in Vancouver um olympische Medaillen kämpfen, nutzten die Masters das verwaiste Berliner Trainingszentrum der Nationalmannschaft für ihren Wettkampf. Olaf Hermann und Thomas Rumpf gingen für das Skate-Team Celle in der Altersklasse der über 45-jährigen an den Start.

Im Auftaktrennen über 500 Meter zeigten einige Teilnehmer Nerven. Gleich drei der 14 gestarteten Teilnehmer stürzten, während Hermann als drittplatzierter einen neuen deutschen Rekord mit 41,87 Sekunden aufstellte. Allerdings zeigte Boris Repnin aus Russland mit seiner zwei Sekunden besseren Zeit, dass er bei diesem Wettkampf die Favoritenrolle übernehmen wollte.

Der zweite Lauf des Tages ging über 3000 Meter. Hier hatte das Losglück Hermann den über 500 Meter zweitplatzierten Kanadier Randy Plett als Gegner beschert. In einem Rennen mit ständig wechselnder Führung wurde verbissen gekämpft. Am Ende hatte Hermann seine Schlittschuhkufe vorn und seinen eigenen deutschen Rekord um 1,3 Sekunden auf 4:25,11 verbessert. Der Sieg in diesem Lauf ging aber an den niederländischen Langstreckenspezialisten Koeno Mulder, der mit dieser Leistung Hermann vom dritten Rang der Gesamtwertung verdrängte.

Der zweite Wettkampftag wurde mit den 1500 Metern eröffnet. Dabei traf Hermann im direkten Vergleich auf Mulder. Auf seiner Lieblingsstrecke errang der 46-jährige einen Achtungserfolg und entschied das Rennen mit 9/100 Sekunden Vorsprung für sich. Das reichte zwar nicht aus, um sich in der Gesamtwertung zu verbessern, dafür war es aber der dritte deutschen Rekord.

Das Reglement sieht vor, dass nur die ersten acht den finalen Lauf über 5000 Meter bestreiten dürfen. So musste der zweite Celler im Feld, Thomas Rumpf, den Wettkampf an dieser Stelle beenden. Mit deutlich verbesserten persönlichen Bestmarken über 1500 und 3000 Meter behauptete er sich im international besetzten Feld mit dem respektablen elften Platz.

Im Finale gegen den führenden Russen Repnin hatte Hermann im direkten Vergleich keine Chance, zumal ihn die vorhergegangen Läufe viel Kraft gekostet hatten. Über die 5000 Meter belegte er hinter den norwegischen und niederländischen Langstreckenspezialisten nur noch den sechsten Rang. Allerdings passieren nicht nur einem Sven Kramer bei olympischen Spielen Wechselfehler, sondern auch erfahrene Masters sind dagegen nicht gefeit. Der zweitplatzierte Kanadier Randy Plett vergaß drei Runden vor dem Ziel von der Innen- auf die Außenbahn zu wechseln und wurde disqualifiziert.

Davon profitierte Hermann und er erreichte, etwas glücklich, doch noch als Dritter einen Platz auf dem Treppchen hinter Boris Repnin aus Moskau und dem Niederländer Koeno Mulder. In der Gesamtwertung, also in der in der Summe aller Läufe, hatte Olaf Hermann sogar zusätzlich noch den deutschen Allround-Rekord seiner Altersklasse im kleinen Vierkampf verbessern können.

Von Björn Schlüter