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Lokalsport Celler Motorbootfahrer fährt aufs Siegertreppchen
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18:31 26.09.2016
Tobias Wöhlk manövrierte sich mit dem Schlauchboot so gut durch den Parcours, - dass er bei den Deutschen Meisterschaften in Duisburg auf dem dritten Platz landete. Quelle: Peter Müller (Archiv)
Celle

Mit seinem 15 PS starken Schlauchboot absolvierte Wöhlk drei Wertungsläufe in der höchsten Jugendaltersklasse der 22- bis 27-Jährigen. Jede Bewegung musste bei dem Hohner sitzen, als er die Bojen mit genau der richtigen Geschwindigkeit umkurvte und sein Boot zurück ins Ziel steuerte.

„Es kommt auf die Technik an, wie man um die Kurven fährt und sein Gewicht verlagert“, erläutert er die Schwierigkeit seines Sports. Lehnt man sich zu stark in die Kurven, kann der Motor Wasser ziehen und bremst den Geschwindigkeitsrausch. Fährt man zu knapp an den Bojen vorbei und berührt eine von ihnen, macht eine Zeitstrafe alle Hoffnungen auf einen Medaillenplatz zunichte. „Die besten Fahrer unterscheiden sich nur um Hundertstelsekunden, da holt man Zeitstrafen nicht mehr ein“, weiß Wöhlk.

Ein kleiner Fehler stellte auch seine Aussichten auf eine gute Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft zeitweise in Frage. In einem der ersten beiden Wertungsläufe landeten beim Sportler des Yacht-Clubs Celle zusätzliche Sekunden auf der Uhr. Davon ließ er sich nicht entmutigen: Den dritten und letzten Wertungslauf fuhr er fehlerfrei ins Ziel. „Danach wusste ich, dass die Zeit ziemlich gut war und ich es unter die Top 10 geschafft haben müsste. Aber dass ich unter die Top 3 kam, hat mich etwas gewundert“, gibt Wöhlk zu. Umso mehr freute er sich über seine Platzierung.

Bereits mit acht Jahren fand der Hohner durch seinen Vater, ein Mitglied im Yacht-Club Celle, zum Motorbootsport. „Das hat mir so viel Spaß gemacht und ich bin dabei geblieben“, erinnert sich Wöhlk. Mit der Zeit hat er seine Technik kontinuierlich verbessert und feierte 2010 im britischen Liverpool mit dem Weltmeistertitel im Schlauchbootslalom seinen bisher größten Triumph. Das nächste Ziel hat der 22-Jährige klar vor Augen: „Deutscher Meister will ich auf jeden Fall nochmal werden. Das war ich schon zwei Mal und alle guten Dinge sind schließlich drei.“ Um Chancen auf den Titel zu haben, muss Wöhlk es bei der Landesmeisterschaft wieder aufs Treppchen schaffen. „Da konzentriere ich mich jetzt drauf“, ist er entschlossen.

Von Amelie Thiemann