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Lokalsport Celler Patrick Leineweber: "Ich bin wieder im Geschäft"
Sport Sport regional Lokalsport Celler Patrick Leineweber: "Ich bin wieder im Geschäft"
15:35 31.03.2015
Von Christopher Menge
Patrick Leineweber beim Ergometertest in Leipzig. Quelle: Klaus Scheerschmidt
Leipzig

Patrick Leineweber vom Celler Ruderverein kommt seiner alten Leistungsfähigkeit immer näher. Die Olympia-Hoffnung verbesserte seine Zeit beim Ergometertest über 2000 Meter in Leipzig deutlich, verpasste aber die angepeilte Leistung unter sechs Minuten. Es liegt also noch viel Arbeit vor dem 22-Jährigen. Auf der Langstrecke über 6000 Meter auf dem Wasser war er zwar nur zehn Sekunden von der Spitzengruppe entfernt, landete aber nur auf Platz 14.

„Mit dem Test auf dem Wasser bin ich einigermaßen zufrieden“, sagte Leineweber, „ich wäre zwar gerne weiter vorne gelandet, aber es sind zum Beispiel nur drei Sekunden auf Platz acht – das ist auf sechs Kilometern nichts.“ Wichtig sei für ihn gewesen, dass er wieder vor den Konkurrenten gelandet sei, die er vor seiner Verletzung hinter sich gelassen hatte. „Ich bin auf dem Weg, zu meiner alten Leistungsfähigkeit zurückzukehren“, sagte er optimistisch, „ich komme von Woche zu Woche näher an meine Form heran.“

Nach der Verletzung – Leineweber hatte im Frühjahr des vergangenen Jahres wegen eines Ermüdungsbruchs im Rücken fast ein halbes Jahr pausieren müssen – fehlt dem Celler aber noch das Vertrauen in seinen Körper. Das wurde beim Ergometertest deutlich. „Im Mittelteil fehlte etwas das Selbstvertrauen“, sagte Leinewebers Heimtrainer Klaus Scheerschmidt, „da hätte er mutiger fahren sollen.“ Mit einem starken Endspurt verbesserte er zwar seine Zeit vom Test in Dortmund Ende November um fünf Sekunden, aber verpasste seine persönliche Bestleistung. „Eine Zeit von 5:58 wäre durchaus möglich gewesen“, sagte Scheerschmidt. Sein Schützling verwies auf die fehlenden Wettkämpfe. „Ich weiß noch nicht genau, was ich meinem Körper zutrauen kann – im Vergleich zu Dortmund war es aber ein Schritt in die richtige Richtung. Das macht mich glücklich.“

Peter Kluge, der zweite Celler Ruderer, der von einer Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro träumt, hatte seine Teilnahme am Test in Leipzig krankheitsbedingt absagen müssen. Er wird den Ergometertest am Stützpunkt in Dortmund nachholen, sobald er wieder fit ist. Darauf hatten sich der 24-Jährige und Trainer Ralf Holtmeyer verständigt. Ein Nachteil soll für die Celler Olympia-Hoffnung durch die Absage aber nicht entstehen.

Während Kluge sobald wie möglich wieder schnell auf dem Wasser sein will, hat er jetzt auch auf der Straße ein neues Gefährt. Das M&M Autohaus in Wittingen sowie auch der Zweitbetrieb in Celle unterstützen den Ruder-Spitzensportler und übergaben ihm einen Skoda Rapid. „Ich bin jetzt komplett mobil“, freute sich Kluge über seinen neuen Sportwagen. Der in Wittingen aufgewachsene Kluge wird im Rahmen der Vereinbarung auch einige Sponsoringauftritte wahrnehmen. Der Fokus liegt aber ganz klar auf dem Training. Sowohl er als auch Leineweber bereiten sich jetzt intensiv auf die Deutschen Kleinbootmeisterschaften vom 17. bis 19. April in Brandenburg vor. Leineweber wird dafür vor allem in Berlin trainieren, Kluge in Dortmund.