Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Celler Peter Kluge rudert bei EM im deutschen Zweier
Sport Sport regional Lokalsport Celler Peter Kluge rudert bei EM im deutschen Zweier
19:37 27.04.2016
Von Christopher Menge
Celle Stadt

Nach den Kleinbootmeisterschaften in Köln hatten sich die Trainer beraten. Für Kluge begann ein Wechselbad der Gefühle. Nachdem sein Platz im Zweier nach dem Sieg im B-Finale schon sicher schien, war auch das EM-Aus möglich, denn die Trainer entschieden sich dafür, Anton Braun durch Andreas Kuffner im Achter zu ersetzen. Braun und Ernsting wurden daraufhin im Zweier getestet – Kluge hätte in den Vierer rücken können, vielleicht wäre ihm aber auch nur die Rolle des Zuschauers geblieben.

„Wir sind glücklich, dass wir den Zweier fahren dürfen“, sagt Kluge, „wir bekommen ein neues Boot – es läuft alles.“ Der Vorteil: Ernsting und Kluge werden den Zweier auch bei der Olympia-Qualifikation vom 22. bis 24. Mai in Luzern fahren. Wenn sie dann den Sprung nach Rio schaffen, dürfen sie wahrscheinlich auch bei Olympia das Boot fahren. „50 Prozent der Mannschaft, die sich qualifiziert hat, dürfen noch getauscht werden“, erklärt Kluge, „wir müssen also auch nach der möglichen Qualifikation hart arbeiten. Außerdem wollen wir ja bei Olympia die beste Leistung zeigen.“

Erstmal ist der Blick aber auf die Europameisterschaft in Brandenburg vom 6. bis 8. Mai gerichtet. „Die Bedingungen sind derzeit nicht optimal“, berichtet Kluge, „Wind, Regen, Gewitter und Schnee – vom Wetter ist alles dabei.“ Einige Einheiten müssen daher auf dem Ergometer anstatt auf dem Wasser absolviert werden. Heute steht aber erst einmal die offizielle Präsentation des Teams „Deutschland-Achter“ im Stützpunkt Dortmund auf dem Programm.

Für Leineweber kam die Nicht-Berücksichtigung sehr überraschend. „Nach Köln habe ich mir Chancen auf einen Platz im Doppelvierer ausgerechnet“, sagt der 23-Jährige, „aber die Trainer setzen mehr auf internationale Erfahrung.“ So fahren die Olympiasieger von 2012 wieder den Doppelvierer. Leineweber bekam zu hören, dass man im Olympia-Jahr nicht alles über den Haufen werfen könne.

Aufgegeben hat er aber noch lange nicht. „Ich glaube nach wie vor daran, dass sich mir eine Chance bieten wird“, sagt Leineweber, „ich will weiterhin gute Leistungen anbieten.“ Daher hat er auch sein Trainingspensum nicht reduziert. Wenn der Doppelvierer keine überzeugende Leistung bei der EM anbietet, will er im Hinblick auf Olympia da sein. „Ich hoffe, dass sich alles noch zum Guten wendet“, sagt Leineweber.