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Lokalsport Celler Rennfahrer Claus Neumann bei Finallauf des Porsche Sports Cups auf Hockenheimring
Sport Sport regional Lokalsport Celler Rennfahrer Claus Neumann bei Finallauf des Porsche Sports Cups auf Hockenheimring
16:37 25.10.2017
Von Heiko Hartung
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

„Genau mein Wetter“: Beim Freien Training am Abend vor dem Finallauf des Porsche Sports Cups auf dem Hockenheimring hat es in Strömen geregnet – beste Voraussetzungen für Claus Neumann in seinem Porsche Cayman. Denn wenn andere schon bei dem Gedanken an eine nasse Strecke ins Schleudern kommen, dreht der Celler Rennfahrer erst richtig auf. „Ein kontrolliertes Fahren war nur mit besonderen Anstrengungen möglich. Gerade im Bereich der Mercedes-Tribüne neigte das Auto doch zu sehr eigenwilliger Streckenführung und ich hatte Mühe zwischen den weißen Streckenbegrenzungen zu bleiben“, erzählt Neumann vom Freien Training, bei dem er mit seinem Mittelmotor-Boliden auf den zwölften Platz von 39 Startern kam. Schneller waren dabei zum Teil die Carrera 4, 4S oder Turbo-Porsches mit ihrem Allradkonzept.

Angestachelt von seinem guten Ranking hoffte Neumann für das Hauptrennen am nächsten Morgen ebenfalls auf ergiebige Regengüsse. „Leider wurde ich enttäuscht. es war trocken und ich hatte dann natürlich noch etwas mehr mit meinen Konkurrenten zu kämpfen. Teilweise verfügen die über eine Motorleistung von 480 bis 500 PS, da stehe ich mit 275 PS etwas im Schatten.“ Sicherlich ist die PS-Leistung nicht alles. Aber auf der berühmten Parabolica, einer langgestreckten Linkskurve, erreichte sein Cayman 210 Stundenkilometer, die GT-3-Porsches allerdings Tempo 240. „Das ist dann schon ein interessantes Gefühl, wenn rechts und links ein GT 3 an einem vorbeifliegt, um dann vor der Spitzkehre hart in die Bremsen zu steigen“, erzählt der Celler.

Neumann ließ sich dazu verleiten „mitzuheizen“, was am Ende aber nicht unbedingt schneller ist. „Bei 39 Startern war schon heftiger Verkehr auf der Strecke und bei Überholmanövern verliert man schnell zwei bis drei Sekunden. Im Drivers Cup geht es eher um gleichmäßiges Fahren“, erklärt Neumann. So erreichte er am Ende nur einen fünften Platz in der Kategorie Gold und einen 21. Platz im Gesamtklassement. „Das erste mal in diesem Jahr, dass ich keinen Pokal mit nach Hause gebracht habe.“ In der Gesamtwertung aller Saisonläufe belegt Neumann den sechsten Platz in der Kategorie Gold. „Ob das für einen Aufstieg in die Kategorie Platin und damit die höchste Stufe reicht, kann ich noch nicht sagen. „Aber eine Einladung zur Abschlussfeier ins Porsche-Werk in Leipzig wird es geben“, tröstet sich Neumann und kehrt das Positive hervor: „Es war ein sehr schönes Jahr, besonders weil es ohne jegliche Schäden am Fahrzeug ablief.“