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Lokalsport Celler Ruderer nehmen weiter Kurs auf Europameisterschaft
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19:46 11.05.2015
Von Carsten Richter
Celle Stadt

Trotz Gold und Bronze in Slowenien ist Kluge mit dem Verlauf des World Cups nur zum Teil zufrieden: „Im Achter haben wir eine starke Leistung abgeliefert“, freut sich der 24-Jährige, der im zweiten Boot gefahren ist. „Außerdem war es ja mein Debüt im Achter.“ Der zweite Achter mit Kluge im Boot lieferte sich ein hartes Bord-an-Bord-Rennen mit Polen, das schließlich in der Mitte auf Platz zwei landete. Gerade einmal zwölf Hundertselsekunden fehlten am Ende auf die Dritten der vergangenen Weltmeisterschaft.

Auch wenn sich die deutschen Ruderer insgesamt das Lob von Bundestrainer Ralf Holtmeyer verdienten, so geht Kluge mit sich selbst und seinen Partnern deutlich kritischer um – und meint damit in erster Linie die Leistung im Vierer. Zwar hatte sein Boot am Freitag das A-Finale erreicht, aber dort nur den fünften Platz belegt. Der Vierer war damit das schwächste deutsche Boot. „Mit diesem Ergebnis sind wir nicht konkurrenzfähig“, sagt der Celler. Morgen werde über die Aufstellung bei der Regatta in Essen beraten. „So wird der Vierer nicht fahren können“, meint Kluge.

Für den 22-jährigen Leineweber war es das erste World-Cup-Finale. Im Doppelzweier kam er mit seinem Partner Lars Hartig im A-Finale auf den sechsten Platz. „Wir hatten zwar auf Platz drei bis fünf gehofft“, sagt Leineweber. „Aber wir hatten ja nur zwei Tage, um uns gemeinsam vorzubereiten. Deshalb bin ich mit dem Ergebnis ganz zufrieden.“ Ob er auch am Wochenende in Essen dabei sein wird, wusste der Celler Ruderer am Montag noch nicht.

Ohnehin aber stehe die Vorbereitung auf die Europameisterschaft derzeit für ihn im Vordergrund. Das sieht auch Kluge so: „Da darf man vorher den Bogen nicht zu sehr überspannen.“ Weitere Regatten stünden daher nicht an – über Pfingsten sei ein wenig Ruhe angesagt.

Die EM findet vom 29. bis 31. Mai im polnischen Posen statt. Auch Bundestrainer Holtmeyer setzt derzeit darauf den Schwerpunkt. Der World Cup in Slowenien sei insgesamt kein internationaler Vergleich gewesen, so der Coach. Die ersten drei Boote seien dichter zusammen gewesen als im Vorjahr, stellt Holtmeyer erfreut fest. „Wohl erst bei der EM in Posen wissen wir aber, wo wir im Vierer stehen.“