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Lokalsport Celler Ruderin Stina Röbbecke holt Bronze bei Deutscher Juniorenmeisterschaft
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09:41 27.06.2017
Von Uwe Meier
Celle Stadt

MÜNCHEN. Die allerschnellsten Schläge sind den Celler Nachwuchsruderern bei den Deutschen Meisterschaften der Junioren in München zwar nicht gelungen. Doch die Bronzemedaille, die sich Stina Röbbecke vom Celler Ruderverein (CRV) als Crewmitglied eines Doppelvierers mit Steuermann sicherte, war dann doch ein zufriedenstellendes Ergebnis. „Am Ende sind wir froh darüber, überhaupt etwas um den Hals gehängt bekommen zu haben“, so Celles Vereins- und Stützpunkttrainer Sebastian Leineweber, für den die Titelkämpfe zugleich den Abschluss seiner Trainerkarriere bildeten. Insgesamt waren fünf Celler Ruderer in der bayerischen Metropole beim Saison-Höhepunkt dabei.

Neben dem dritten Platz im Vierer holte Röbbecke zusammen mit Elisa Patzelt (LRC Wiking) im Doppelzweier noch Platz vier. In beiden Bootsklassen fehlten der Cellerin nur ein bis zwei Meter, also weniger als eine Sekunde, um noch einen Platz weiter nach oben klettern zu können. „Im ersten Moment war sie ein bisschen enttäuscht“, erzählt ihr Trainer. „Aber das hat sich inzwischen schon etwas relativiert.“ Immerhin musste Röbbecke am Sonntag gleich zwei Endläufe bestreiten. „Und die stecken dann schon etwas in den Knochen“, so Leineweber, der die Leistung der CRV-Ruderin im Doppelzweier sogar noch höher bewertet als die Bronzemedaille. „Je kleiner die Bootsklasse ist, desto schwerer wird es, in die Medaillenränge zu fahren.“

Ganz starke Leistungen lieferte Lasse Heß (Celler RV) im Doppelvierer ab. Zusammen mit seinen Mitstreitern Jannis Romanowski (Hildesheimer RV), Hendrik Harms und Cornelis Canenbley (beide RV Ems-Jade-Weser/Team Nord-West) fuhr das Quartett im Finale bis zur 1900-Meter-Marke auf Medaillenkurs, musste dann aber noch zwei Boote vorbeiziehen lassen. Für Leineweber war es zum Abschluss seiner Trainerlaufbahn noch einmal ein ganz spannendes Rennen, das ihm sogar „eine Gänsehaut“ machte. „Zwischenzeitlich habe ich davon geträumt, dass ein Underdog ganz vorne reinfährt.“

Immerhin hatte der Vierer eine überaus mutige Vorstellung geboten und mit einer hohen Frequenz am Start die Konkurrenz überrascht. „Das war supermutig gefahren und hätte auch gutgehen können“, meinte der CRV-Coach, der an diesem Rennen so richtig Spaß hatte. „Ich habe nie damit gerechnet, dass sie so weit nach vorne fahren könnten.“

Das war der Bootsbesatzung im anderen Doppelvierer eher zugetraut worden. Mattis Spiller und seine Teamkollegen Maximilian Dause (RV Ems-Jade-Weser / Team Nord-West), Jan Ole Peter (Deutscher RC) und Vincent Sander (Osnabrücker RV) brachten die Voraussetzungen mit, um Platz drei kämpfen zu können. Doch so recht kam das Boot im Finallauf nicht in Schwung. „Sie haben nicht die Initiative ergriffen und haben irgendwann wohl auch ein bisschen aufgesteckt“, so Leineweber, der in München von den Celler Vereinstrainern Robert Leineweber und Jan Lindemann unterstützt wurde. Mit dem fünften Platz seien die Trainer, aber auch die Sportler nicht glücklich gewesen.

Für Ole Spiller (Celler RV) und Finn Lindemann (Hermann Billung) kam im Doppelzweier im Halbfinale das vorzeitige Aus. Dort reichte der insgesamt 13. Platz auch nicht für das Erreichen des B-Finals. Für die beiden 15-Jährigen, die sich zum größten Teil mit einer älteren Konkurrenz auseinandersetzen mussten, allerdings kein Beinbruch. „Im nächsten Jahr werden sie ganz sicher weiter nach vorne fahren können“, meinte Leineweber.