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Lokalsport Celler Segelflieger starten mit elektrischem Antrieb durch
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15:24 18.10.2016
Von Carsten Richter
Scheuen

In seiner Rede berichtete Kuchelmeister, wie er als Jugendlicher einen Segelflug erlebte. Umso mehr freute es ihn, dass auch fortgeschrittene Junioren des Vereins dieses innovative Fluggerät künftig nutzen können. Ebenso begeistert war Landtagsabgeordneter Thomas Adasch, der als stellvertretender Landrat den Landkreis Celle vertrat. Im Anschluss ließ es sich Thun nicht nehmen, den Täufling zu fliegen und für den Verein in Betrieb zu nehmen.

Der Kauf des Flugzeuges wurde neben den finanziellen Eigenleistungen des Vereins durch die Fördermittel aus Stadt, Landkreis und insbesondere der Regionalstiftung der Niedersächsischen Sparkassen ermöglicht. Besonderer Wert wurde daher bei der Zulassung des Segelflugzeuges auf das Kennzeichen gelegt.

Mit D – KSCE wird nicht nur, wie es in Deutschland festgelegt ist, das Flugzeug identifiziert. So steht das „K“ für den Kreis, das „S“ für Stadt und Sparkasse, „CE“ für Celle – und „E“ für elektrisch, erklärte Thun mit einem Augenzwinkern. Den Förderern dankte er im Namen aller Mitglieder des Vereins.

„Die Piloten freuen sich nun auf die Umschulung auf das schöne Flugzeug und die Jugendlichen haben eine tolle Perspektive, am Ende ihrer Ausbildung und mit zunehmender Flugerfahrung, später auch in diesem Flieger sitzen zu dürfen“, sagt der Pressewart Christian Schneiders.

Das aus kohlefaserverstärktem Kunststoff gebaute Flugzeug mit einen Spannweite von 18 Metern ist mit einem Elektroantrieb im Rumpfvorderteil ausgestattet. Dieser erlaubt es, bis zu 100 Kilometer lang rein elektrisch zu fliegen. Dadurch können die Streckenflieger zum Beispiel thermisch schlechte Wettergebiete durchfliegen und eine Außenlandung auf einem Feld vermeiden.

Die Flugsportvereinigung Celle ist der erste Verein in Deutschland, der ein solches Fluggerät erworben hat und damit eine zukunftsweisende Innovation einführt. „Ein Motor ohne Abgase, nahezu geräuschlos, äußerst bedienerfreundlich ausgelegt – kurz ideal für den Vereinsflugbetrieb“, fasst Schneiders erfreut zusammen.