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Lokalsport Celler Segelflieger wieder erstklassig
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18:36 02.09.2013
In seiner DG300 (hier ein Foto aus dem vergangenen Jahr) setzte sich Michael Schönenberg an die Spitze der Celler Teilnehmer. Er erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 133 Kilometern pro Stunde. Quelle: Fremdfotos / Texte Eingesandt
Celle Stadt

Große Freude bei den Celler Segelfliegern: In letzter Sekunde gelang den Piloten am letzten Wettkampftag nach zwei Jahren der Aufstieg in die 1. Bundesliga. „Das ist ein großer Erfolg und wir sind glücklich, dass wir jetzt wieder erstklassig fliegen“, sagte Kirsten Eichhorn von der Celler Flugsportvereinigung. Dass es zum Saisonende noch einmal so spannend werden würde, war zu Beginn des Jahres jedoch noch nicht abzusehen. Denn im Januar schien der Aufstieg bereits in trockenen Tüchern zu sein.

Nach der fünften Runde standen die Celler auf dem ersten Platz der 2. Bundesliga. „Dann hatten wir großes Pech mit dem Wetter und die Segelflieger im Süden Deutschlands konnten mit besseren Wetterlagen in großen Sprüngen aufholen“, so Eichhorn. Dadurch rutschten die Celler Piloten immer weiter von den vorderen Plätzen. Bei der Bundesliga der Segelflieger werden in jeder Runde drei Piloten jedes qualifizierten Vereins gewertet, die in einem Zeitfenster von zweieinhalb Stunden auf ihren Streckenflügen die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit erfliegen.

Nach dem guten Start in die Saison konnte erst in Runde 16 wieder einer der begehrten Plätze erreicht werden. „Ab diesem Moment war der Ehrgeiz der Piloten geweckt“, berichtet Eichhorn. Eine Runde vor Schluss lagen die Celler lediglich mit einem Punkt Vorsprung auf dem letzten Aufstiegsplatz. In der letzten Runde galt es nur zwanzig Punkte auf den Rundenersten aufzuholen. Am letzten Wetttkampfwochenende trafen sich die Piloten schließlich, um den Traum vom Aufstieg wahr werden zu lassen.

Am Sonnabend starteten Jörg Eichhorn, Hauke Schmoranzer, Stephan Pietsch und Enrico Springer im Doppelsitzer zusammen mit Co-Pilot Daniel Pietsch zu den Bundesligaflügen. Mit Flügen von fast 300 Kilometern und Flugstrecken über Stendal, Wittenberge und Verden erreichte Eichhorn am Ende des Tages eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 131,59 Kilometern pro Stunde und sicherte sich 124 sogenannte Speed-Punkte. Springer/Pietsch steuerten 121 Punkte zur Runde bei. „Das ist schon eine sehr hohe Geschwindigkeit. Im Durchschnitt fliegen die Piloten mit einem Segeflugzeug so um die 90 Kilometer pro Stunde“, erklärt Eichhorn.

Am Sonntag legten Michael Schönenberg, Nico Meißner und Werner Hampel mit Durchschnittsgeschwindigkeiten bis zu 133 Stundenkilometer nach. Schönenberg setzte sich mit 128 Speed-Punkten an die Spitze der gewerteten Flüge und Meißner platzierte sich mit 123 Punkten vor Springer. „Ich hatte über 210 Kilometer Rückenwind, das war sehr günstig. Ich freue mich sehr für unser Team“, sagte Meißner. Insgesamt setzten sich die Celler mit 376 Speed-Punkten an die Spitze der letzten Runde und schafften es durch die 20 Rundenpunkte in die 1. Bundesliga aufzusteigen.

Von David Sarkar