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Lokalsport Celler Thomas Rumpf holt den Rekord
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20:51 18.03.2015
Thomas Rumpf (links) und Frank Probst legten sich mächtig ins Zeug. - Am Ende triumphierte der Celler in neuer Bestzeit.  Quelle: Sonja Rumpf
Berlin

Beim Berliner Saisonabschlussrennen konnte Thomas Rumpf vom Skate-Team Celle den zwölf Jahre alten Rekord der über 50-jährigen Masters über die 10.000-Meter-Distanz brechen. In 17:40,49 Minuten bewältigte er die „Königsstrecke“ der Eisschnellläufer.

Dabei bildet der internationale Master-Cup in Berlin normalerweise den Abschluss der Saison der Celler Eisschnellläufer. Rumpfs Vorbereitung auf das Rennen hatte gut geklappt, so dass er den Auftakt über 500 Meter gleich mit Saisonbestzeit in 45,78 Sekunden eröffnete. Überraschend lief er die anschließenden 3000 Meter unter der erwarteten Leistung. Zum zweiten Wettkampftag meldete sich eine Erkältung. Entsprechend schwach verliefen die Rennen über die beiden abschließenden Distanzen. Es reichte nur zum fünften Rang.

Trotzdem wurde Thomas Rumpf in das zweite deutsche Nationalteam für die abschließende Teamverfolgung berufen. Bei der Teamverfolgung starten zwei Mannschaften mit jeweils drei Sportlern auf den gegenüberliegenden Geraden. Über die olympische Distanz von acht Runden ging das Rennen. Zusammen mit den Berlinern Uve Karsten und Frank Probst musste der Celler gegen die erste norwegische Mannschaft antreten. Das Rennen entwickelte sich zum Kampf um Platz zwei, denn das erste deutsche Team hatte sich zuvor deutlich überlegen gezeigt. Am Ende sicherten sich Rumpf und seine Kameraden mit vier Sekunden Vorsprung den zweiten Rang.

Das sollte es an Eissport in diesem Jahr eigentlich gewesen sein. Doch sein Kollege Frank Probst organisierte zum Saisonabschluss in Berlin einen 10.000-Meter-Lauf. Dazu reiste extra Sohn Daniel als Coach mit nach Berlin. Mit der Marschtabelle in der Hand stand Daniel an der Seite auf dem Eis und gab die Anweisungen. Denn die größte Schwierigkeit bei der längsten Eisschnelllauf-Wettkampfdistanz ist es, die Kräfte richtig einzuteilen. 22 der 25 zu laufenden Runden spulte Rumpf wie ein Uhrwerk herunter und traf dabei nahezu sekundengenau die geplanten Zeiten. Erst auf den letzten drei Runden begann er die Vorgaben immer deutlicher zu unterbieten, so dass er am Ende das gesteckte Ziel, einen neuen deutschen Rekord in seiner Mastersklasse zu laufen, klar erreichte. Gegen seine beiden jüngeren Konkurrenten hatte er zwar keine Chance, aber mit 17:40,49 Minuten, was einer Durchschnittsgeschwindigkeit von knapp 34 Stundenkilometern entspricht, unterbot er die zwölf Jahre alte nationale Bestmarke um elf Sekunden und belegt nun mit seiner Leistung sogar den zehnten Rang in der diesjährigen Weltrangliste der AK50-Masters. (cz)

Von Alexander Hänjes