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Lokalsport Celler Tischtennis-Doppel ist Überraschung nicht geglückt
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18:32 06.03.2017
Sie hatten sich mehr erhofft: Tobias Hipplers Gegner in der - Hauptphase war zu stark. Nils Hohmeier (links) beendete die Gruppenphase mit dem vierten Platz. Cedric Meissner (rechts) war nach langer Pause - noch nicht wieder fit. Quelle: Marco Steinbrenner (3)
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Aus diesem Vorhaben wurde jedoch nichts, denn die Links-Rechts-Kombination schied im Viertelfinale gegen die späteren Drittplatzierten Steffen Mengel/Thomas Brosig (TTC Schwalbe Bergneustadt/1. FC Köln) mit 6:11, 11:13 und 9:11 aus. „Unsere Gegner haben sehr clever gespielt“, analysierte Hippler anschließend. Für Hohmeier habe Mengel den Unterschied ausgemacht. „Er ist schon eine Nummer besser.“

Und trotzdem hatte das TuS-Doppel durchaus einige Möglichkeiten. „Wir haben im zweiten Satz Chancen liegen gelassen“, haderte Nils Hohmeier, der zusammen mit Tobias Hippler auf dem Weg in das Viertelfinale keinen Satz abgab. Sowohl Maximilian Dierks/Sven Hennig (SV Brackwede/FT V. 1844 Freiburg) als auch Dennis Dickhardt/Julian Mohr (TV 1879 Hilpoltstein/NSU Neckarsulm) kassierten 0:3-Niederlagen. Der dritte Spieler aus Celle in Bamberg, Cedric Meissner, verlor an der Seite von Patrick Decker (TTS Borsum) gleich die erste Partie gegen Kay Stumper/Tom Eise (SV Salamander Kornwestheim/TTC 1946 Weinheim) im fünften Abschnitt mit 9:11.

In der Einzel-Konkurrenz erreichte Tobias Hippler trotz seines dritten Platzes nach der Vorrunde als „Lucky Loser“ die 32-köpfige Hauptrunde. Dort traf der 17-Jährige auf den späteren Drittplatzierten und Nationalspieler Benedikt Duda (TTC Schwalbe Bergneustadt). „Spielerisch war meine Leistung in Ordnung. Mein Gegner besitzt natürlich ein ganz anderes Niveau“, stellte Hippler nach der 6:11, 8:11, 4:11 und 7:11-Niederlage klar. „So richtig zufrieden bin ich nämlich nicht.“

Aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses gegenüber Robin Malessa (1. FC Köln) und des verlorenen, direkten Vergleichs gegen Sven Hennig belegte Nils Hohmeier in der Gruppenphase nur den enttäuschenden vierten Platz. „Ich bin sehr nervös gestartet und habe nicht gut gespielt“, resümierte die Nummer drei des TuS. Hennig setzte sich mit 3:1 gegen Hohmeier durch und der spätere Gruppensieger Fanbo Meng (TTC RhönSprudel Fulda-Maberzell) feierte einen Drei-Satz-Erfolg. Der abschließende 3:1-Sieg von Nils Hohmeier gegen Malessa half nicht mehr zum Erreichen der Endrunde. „Die Resultate in den ersten zwei Partien hatte ich so natürlich nicht erwartet“, gestand Hohmeier, der den Erfolg gegen Robin Malessa dagegen erhofft hatte. „Ich kann nicht immer gut spielen. Wenn wir in zwei Wochen zum Spitzenspiel den Tabellenführer aus Hamm empfangen, muss ich wieder gut drauf sein.“

Ebenfalls auf dem vierten Rang, aber ohne einen Erfolg, endete für Cedric Meissner die Gruppenphase. „Ein gutes Spiel habe ich gemacht. Und das war direkt am Anfang.“ Gegen Liang Qiu vom Erstligisten TTC Zugbrücke Grenzau lag eine Überraschung in der Luft, denn Meissner hatte sich einen 2:0-Satz Vorsprung erarbeitet. Am Ende behielt Qiu aber noch im fünften Durchgang mit 11:4 die Oberhand. Ebenfalls nach fünf Abschnitten verlor der TuS-Starter das Duell mit Dominik Scheja (TTC OE Bad Homburg). Keine Chance bestand bei der 1:3-Niederlage gegen Robert Kempe (TTC Holzhausen). „Trotz einer sehr schlechten Leistung hatte ich gegen Scheja Siegchancen. Gegen Kempe muss ich einfach gewinnen.“ Cedric Meissner stellte wie schon zwei Wochen zuvor beim Top 12-Bundesranglistenfinale fest, „dass ich nach meiner langen Verletzungspause noch längst nicht wieder in Normalform bin. Vielleicht habe ich gerade einmal 40 Prozent erreicht.“

Von Marco Steinbrenner