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Lokalsport Celler Tischtennis-Talent belegten siebten Platz bei Top-10-Turnier
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17:45 11.09.2017
Tobias Hippler haderte am Ende mit sich selbst. Mit einer Bilanz von 4:5 blieb er unter seinen Möglichkeiten und musste sich in der Gesamtwertung mit einem der unteren Plätze zufrieden geben.  Quelle: Marco Steinbrenner
Celle

Bundestrainer Zhu Xiaoyong bezeichnete das Resultat als "normal – nicht mehr und auch nicht weniger". Hippler selbst haderte nach der Drei-Tages-Veranstaltung mit sich selbst. "Es war mehr möglich. Ich hatte meine Chancen, weiter vorne in der Gesamtwertung zu landen."

Der Linkshänder startete mit einem 4:2-Erfolg im deutsch-deutschen Duell gegen Gerrit Engemann (TTC GW Bad Hamm). "Im ersten Spiel ist die Form meist noch nicht so gut. Kämpferisch war die Leistung aber in Ordnung." Die Siegesserie geriet danach aber zunächst ins Stocken, denn sowohl gegen Matteo Mutti (Italien/3:4) als auch gegen Florian Cnudde (Belgien/2:4) gab es Niederlagen. "Gegen Mutti habe ich trotz einer 3:2-Führung am Ende taktisch nicht mehr so gut gespielt, während ich gegen Cnudde im vierten Durchgang zu viele Chancen liegen gelassen habe."

Deutlich positiver fiel das Fazit von Hippler nach dem zweiten Tag aus. Und das nicht ohne Grund, denn der Drittligaspieler feierte Siege gegen Rares Sipos (Rumänien/4:1), Joshua Bennet (England/4:2) und den späteren Überraschungsdritten Bstien Rembert (Frankreich/4:1). "Deshalb bin ich natürlich relativ zufrieden."

Der dritte und letzte Turniertag hatte es dann aber in sich. Mit dem späteren Sieger Cristian Pletea (Rumänien) und Einzel-Europameister Ioannis Sgouropoulos (Griechenland) warteten schließlich die beiden Topfavoriten auf das Celler Tischtennis-Talent. Während Hippler – wie schon bei der EM vor knapp zwei Monaten in Guimaraes – gegen Pletea ohne Chance war und mit 0:4 verlor, hatte er gegen den Griechen den Sieg auf dem Schläger. Beim Stand von 10:8 und 11:10 nutzte der TuS-Spieler jedoch insgesamt drei Matchbälle nicht zum Sieg. "Einen vermeintlich einfachen Ball habe ich mit der Vorhand verschlagen. Dieses Spiel hätte ich gewinnen müssen", sagt Hippler. Zum Abschluss verlor er gegen den Franzosen Irvin Bertrand mit 1:4. "Ihm liegt mein Spielsystem. Deshalb hatte ich keine Chance."

Von Marco Steinbrenner