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Lokalsport Celler auf Augenhöhe mit Top 30 der Welt
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18:19 14.11.2017
Philipp Floritz vom TuS Celle 92 verlor bei den German Open gegen die Nummer 21 der Welt, Yuya Oshima, unglücklich durch zwei Kantenbälle des Japaners im entscheidenden sechsten Satz. Quelle: Marco Steinbrenner
Celle Stadt

So weit vorzudringen, konnte natürlich nicht die Zielsetzung des Celler Trios sein. Aber vor allem Floritz verkaufte sich in dem Weltklasse-Feld sehr gut. Der 25-Jährige startete mit einem souveränen 4:0-Erfolg gegen Kilian Ort vom Aufsteiger in die Tischtennis-Bundesliga (TTBL), TSV Bad Königshofen, in das Turnier. Im ersten Durchgang musste Floritz beim Stand von 8:10 noch zwei Satzbälle abwehren, um mit 12:10 die Oberhand zu behalten. Anschließend hatte der 25-Jährige mit seinem Kontrahenten, der U23-Nationalspieler des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) ist, beim 11:8, 11:2 und 11:7 keine Probleme mehr. „Ab dem zweiten Abschnitt habe ich immer besser in die Partie gefunden und meinen Gegner weniger zum spielen kommen lassen“, freute sich Floritz.

In der alles entscheidenden zweiten Partie im Kampf um den Gruppensieg und dem damit verbundenen Einzug in die Relegationsrunde musste sich der Birkländer, Nummer 188 der Weltrangliste, dem 167 Positionen vor ihm platzierten Japaner Yuya Oshima geschlagen geben. „Ich habe super gespielt. Im sechsten Satz lag ich noch mit 9:7 vorne, als Oshima bei meinem Aufschlag zwei Kantenbälle hatte.“ Trotz der 11:9, 8:11, 4:11, 12:10, 6:11 und 9:11-Niederlage sprach Philipp Floritz von einer „Begegnung auf Augenhöhe“. Es sei schön zu sehen, „dass ich mit den Top 30 der Welt mithalten kann. Wenn ich den sechsten Durchgang gewonnen hätte, wäre im siebten Abschnitt sicherlich eine Siegchance vorhanden gewesen.“

Hohmeier siegt erstmals gegen Top-100-Spieler

Mit vielen Erfahrungen im Gepäck kehrte Hohmeier in seine Heimatstadt Echte zurück. Sowohl im Herren- als auch im U21-Wettbewerb schied der 19-Jährige allerdings frühzeitig aus. „Es ist in meinem ersten Profi-Jahr nicht zu erwarten, dass ich bei diesem Turnier der Platinum-Serie gleich die Qualifikation überstehen würde. Trotzdem bin ich mit meinen Leistungen zufrieden.“ Hohmeier startete in die Herren-Konkurrenz mit einer 8:11, 4:11, 6:11 und 2:11-Niederlage gegen Tomas Konecny aus Tschechien. Anschließend sorgte Hohmeier für ein großes Ausrufezeichen. Gegen die Nummer 67 der Weltrangliste, Wang Yang aus der Slowakei, setzte er sich sensationell mit 13:11, 6:11, 11:8, 4:11, 11:9 sowie 11:9 durch. Dementsprechend groß war danach seine Freude. „Ich bin locker in die Partie gegangen und hatte nichts zu verlieren.“ Diese Taktik stellte sich im Nachhinein als erfolgreich heraus. „Ich bin natürlich total glücklich, zum ersten Mal einen Spieler aus den Top 100 geschlagen zu haben“, sagt der Jung-Profi.

Weniger erfolgreich verlief für den ehemaligen Doppel-Europameister der Jungen das U21-Turnier. Gleich in Runde eins kam es zum Aufeinandertreffen mit dem Japaner Mizuki Oikawa, der in der Bundesliga ebenfalls für Bad Königshofen aktiv ist. Mit 11:5, 11:6 und 11:1 setzte sich der spätere Finalist Oikawa durch.

Hippler ohne Sieg beiJugend-WM-Generalprobe

Ohne Sieg und mit drei Niederlagen im Gepäck beendete Tobias Hippler seine Generalprobe im Hinblick auf die Jugend-Weltmeisterschaften in Riva del Garda (26. November bis 3. Dezember). Der 19-Jährige schied in der U21-Konkurrenz trotz einer anfänglichen 2:1-Satzführung gegen den Franzosen Andrea Landrieu mit 2:3 aus. „Das war ein gutes Spiel von mir. Ich hatte durchaus Chancen, auch den vierten Durchgang und damit die gesamte Partie zu gewinnen.“

Im Herren-Wettbewerb war Hippler gegen Lam Siu Hang aus Hongkong bei der 0:4-Niederlage ohne Chance. „Mein Gegner hat wenige leichte Fehler gemacht. Leider habe ich aber nicht die gesamte Zeit das gespielt, was ich kann.“ Von einer „ganz guten Leistung“ sprach der 19-Jährige nach der Partie gegen Liam Pitchford, obwohl der Engländer mit 11:5, 14:16, 8:11, 11:4, 11:2 und 11:4 die Oberhand behalten hatte. „Zu Beginn fand mein Gegner noch nicht seinen Rhythmus. Das konnte ich ausnutzen.“

Von Marco Steinbrenner