Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport Celler fahren 300 Kilometer um den Vätternsee
Sport Sport regional Lokalsport Celler fahren 300 Kilometer um den Vätternsee
20:30 26.06.2016
Nicht getragen – sondern gefahren: Zusammen mit Berliner Freunden gingen Meike Mirete-Mumm (Mitte) sowie Jörn Mirete und Rüdiger Zisenis auf ihren Rädern die Herausforderung „Vätternrundan“ an.
Celle Stadt

Nachdem am Tag vor dem Rennen bei bestem Sonnenschein immer wieder das Regenradar überprüft wurde, war klar, dass die Celler Sportler die Strecke wohl nicht im Trockenen bestreiten würden. Viel wurde diskutiert über die Kleidung, wie viele Schichten getragen werden sollten, welche Regenkleidung angemessen sei. Nach kurzem Schlaf gingen die drei mit ihren zwei Freunden aus Berlin kurz nach Mitternacht an den Start.

Die ersten hundert Kilometer waren trocken und ließen sich locker fahren. Zwischendurch wurde kurz an einer der Stationen, die in etwa 40 Kilometern Abstand Verpflegung und Toiletten bieten, angehalten und „aufgetankt“. In den frühen Morgenstunden erreichten die fünf die Südspitze des Sees, wo bei Kartoffelbrei und schwedischen Fleischklößen Kräfte für die nächsten 200 Kilometer geschöpft wurden. Da jeder das Rennen in seinem eigenen Rhythmus fortsetzen wollte, teilte sich die Gruppe. Die nächsten 100 Kilometer mussten dann zum Teil bei strömendem Regen bewältigt werden. Zudem waren auf diesem Abschnitt der Großteil der 1600 Höhenmeter zu bewältigen. Es wurde kalt. So waren nicht nur körperliche Fitness und Kraft wichtig, sondern auch mentale Stärke gefragt.

Irgendwann hörte der Regen auf, und beim Dahinrollen durch die schwedische Landschaft merkte man dann wieder, wie wunderbar es ist, seine Grenzen zu testen, schnell zu fahren und mit Fahrern aus verschiedenen Ländern Bekanntschaften zu schließen.

Jeder versuchte auf den letzten 50 Kilometern noch einmal alles aus sich herauszuholen, und so gelangten die Celler Fahrer erschöpft, aber sehr glücklich und mit persönlichen Bestzeiten – Jörn Mirete blieb unter zehn Stunden, Meike Mirete-Mumm schaffte es in 10:26 Stunden und Rüdiger Zisenis fuhr etwas über elf Stunden – nach 300 Kilometern wieder ins Ziel in Motala.

Von Fremdfotos / Texte Eingesandt