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Lokalsport Celler schwimmt mit den Besten
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17:08 12.09.2017
Neben persönlichen Be stleistungen und einer guten Leistung, sammelte der Celler Schwimmer Philipp André Brandt viele Erfahrungen in Amerika.   Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle

Den sechsten Platz über 50 Meter Brustschwimmen im Finale verbuchte er für sich. Außerdem wurde er sowohl über 100 Meter Brust als auch über 200 Meter Brust Zwölfter. Dabei stellte er gleich zwei neue Bestzeiten auf. Über 50 Meter knackte er den deutschen Rekord seiner Altersklasse mit einer Zeit von 28:11 Sekunden und über die doppelte Distanz holte er sich mit 1:01:91 Minuten den niedersächsischen Landesrekord.

„Ich bin mit meiner Leistung zufrieden und habe mich sehr gefreut“, sagt Brandt, der neben dem Wettkampf auch seine Zeit in den USA genossen hat. Denn bereits drei Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft reiste er mit den besten deutschen Nachwuchsschwimmern nach Louisville ins Trainingslager. „Die Stimmung im Team war super, wir haben uns alle gegenseitig unterstützt“, so Brandt.

In Amerika angekommen, musste sich der Nachwuchsschwimmer erst einmal an die Unterschiede gegenüber seinem Heimatland gewöhnen. So gilt in den USA nach wie vor das Motto: „höher, schneller, weiter“. Das fängt bereits bei der Versorgung der Athleten an. „In Amerika geht man viel stärker auf die Bedürfnisse der Sportler ein. Wenn man in Deutschland zum Beispiel glutenfrei essen will, dann kann man froh sein, wenn man ein Gericht bekommt. In Amerika hast du gleich drei verschiedene zur Auswahl“, erzählt Brandt. Auch das Trainingssystem und die Betreuung direkt von der Schule aus hinterließen bei ihm einen bleibenden Eindruck. Ebenso wie die Atmosphäre bei den Wettkämpfen.

Etwa 1500 Zuschauer trieb es in die Halle, um die Schwimmer anzufeuern. „Die Amerikaner machen ordentlich Krawall. Die feiern, was wir da im Becken zeigen. Das ist toll und treibt einen richtig an“, so Brandt. Außer den Anfeuerungsrufen ließ auch die Fernsehübertragung den Adrenalinspiegel bei dem Celler weiter steigen. „Das ist schon was anderes als hier in Deutschland. Die große Halle, die vielen Kameras. Da ist man schon nervös. Aber man gewöhnt sich dran“, sagt Brandt, der dann auch im Finale über 50 Meter seine schnellste Zeit erreichte.

Bei seinen nächsten internationalen Wettkämpfen dürfte der 18-Jährige dann eher an den Trubel gewöhnt sein. Bis dahin nutzte er die Reise auch, um sich Tipps von den bärenstarken amerikanischen Schwimmern zu holen. Was dabei auch nicht fehlen durfte, war das ein oder andere Klischee. Denn während sich der junge Deutsche vor allem nach Trainingsmethoden erkundete, hatten die amerikanischen Jugendlichen zuerst andere Dinge im Kopf, wie Brandt berichtet: „Die erste Frage, die dir die Meisten gestellt haben, lautete: Wie ist es eigentlich so, auf der Autobahn zu fahren?“