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Lokalsport Cellerin Janina Bonorden boxt WM in Indien
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16:23 18.09.2018
Boxerin Janina Bonorden bereitet sich in der KAV-Sporthalle auf die Weltmeisterschaft in Indien vor. Quelle: Oliver Knoblich
Celle

Die Tage während und nach den Deutschen Meisterschaften der Frauen in Rostock-Warnemünde waren für die Celler Boxerin Janina Bonorden eine emotionale Achterbahnfahrt. Aber letztlich folgte der Enttäuschung nach dem umstritten verlorenen DM-Finale der große Triumph. Bonorden wurde für die Teilnahme an der im November in Delhi stattfindenden Weltmeisterschaft nominiert.

„Ich habe schon in China und in Afrika geboxt. Aber in Indien war ich noch nie“, freut sich die 33-jährige auf die große Aufgabe. Die gute Nachricht kam jedoch mit Verspätung. „Erst vor ein paar Tagen hat mir Stützpunkttrainer Valentin Silaghi telefonisch mitgeteilt, dass ich mit zur WM darf und dort in der 60-kg-Leichtgewichtsklasse boxen werde. Da war ich völlig von den Socken, denn ich dachte, der Trainerrat hätte sich bereits anders festgelegt“, erzählt Bonorden.

Doch bei den Deutschen Meisterschaften war Bonorden erstmals in der 64-kg-Klasse, dem Halbweltergewicht, am Start. „In dieser Klasse wird ganz anders geboxt. Die Kämpfe werden ruhiger, dafür aber mit viel mehr Schlagkraft geführt. Das Niveau und die technische Einstellung der Boxerinnen war sehr hoch“, erläutert die Cellerin.

Die neue Gewichtsklasse kam der VfK-Athletin, die in Rostock von ihrem langjährigen Trainer Christian Hannecker betreut wurde, jedoch sehr entgegen. Mit klaren 5:0-Siegen gegen Ekaterina Stamtoglou und Aylin Gezer erreichte Bonorden mühelos das Halbfinale. Hier setzte sie sich mit 4:1 gegen Stefanie Tubach ebenfalls deutlich durch. „Im Finale gegen die amtierende Deutsche Meisterin Maya Kleinhans habe ich dann überragend geboxt. Die 1:4-Wertung gegen mich konnte ich deshalb nicht ganz nachvollziehen. Doch die Silbermedaille ist auch super. Und schließlich muss mein couragierter Kampf bei den Verantwortlichen des Deutschen Boxsport-Verbandes wohl großen Eindruck hinterlassen haben“, meint Bonorden, die nach drei Jahren Boxen für den BSK Seelze erst in diesem Jahr wieder zum VfK Celle zurückkehrte.

In der WM-Vorbereitung wird die Mutter eines fünfjährigen Sohnes, die mittlerweile in Sachsen-Anhalt wohnt, aber fast täglich im Bundesleistungszentrum Hannover trainiert, noch auf einem internationalen Turnier in Polen boxen. Im indischen Delhi kommen dann bis zu sechs Kämpfe auf die fünffache Deutsche Meisterin zu. „Ein Treppchenplatz bei der WM wäre ein Traum“, verrät Bonorden, die auch die Hoffnung auf die Olympia-Teilnahme 2020 in Japan noch nicht begraben hat.

Doch vorher heißt es für die WM-Kämpfe in der Leichtgewichtsklasse, wieder ein bis zwei Kilo abzunehmen. „Das ist gar nicht so leicht. Ich bin nämlich nicht so der Müsli-Typ und genehmige mir gerne schon Mal die ein oder andere Pizza oder Cola“, gesteht die symphatische Boxerin lächelnd.

Von Jochen Strehlau

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