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Lokalsport Cellerin ist Wanderin von Kopf bis Fuß
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17:27 27.07.2018
Quelle: Fremdfotos/eingesandt
Celle Stadt

Die 57-Jährige bezeichnet ihr Vorhaben als „Urlaub“, andere würden es wohl als eine Tortur empfinden. Doch die Cellerin weiß wovon sie spricht: Sie ist bereits 1400 Kilometer in diesem Jahr gewandert. „Und das neben meinem Neun-Stunden-Job“, sagt die Extremsportlerin.

„Wenn ich es einmal geschafft habe, dann schaffe ich es auch ein weiteres Mal.“ Das habe sich Monz vor einigen Jahren bei ihrem erfolgreichen Debüt nach einem 20-Kilometer-Marsch gesagt. Und sie hat ihre inneren Worte tatsächlich in die Wahrheit umgesetzt. Schon bei den Namen „Megamarsch“, „Extrem Extrem“ oder „Marsch zum Meer“ schmerzen die Waden. 24 bis 48 Stunden auf den Beinen zu sein, lässt aber auch die Cellerin nicht kalt. "Es wird Nacht, man ist müde, der Körper will nicht mehr", berichtet die Extrem-Wanderin. Doch wenn sie in den Sonnenaufgang hineinlaufe, sei das alles vergessen.

„Einmal und nie wieder“ – ein Gedanke, der trotz aller Begeisterung, auch bei der 57-Jährigen auftaucht. Doch es ist der Wille und Ehrgeiz, der die Cellerin immer wieder ins Ziel bringt: „Wenn ich losgehe, dann schaffe ich das auch.“ Gerade zum Schluss sei es reine Kopfsache, auch wenn Monz Blasen an den Füßen nicht abstreitet. „Ich habe einen Zehennagel verloren, aber das gehört dazu“, sagt die 57-Jährige. Ihr Geheimtipp gegen blutige Füße ist Tapeband. „Dann sehe ich aus wie eine Mumie“, erklärt Monz lachend, „aber ich habe keine Blasen.“

Ob es der sechs Kilometer lange Fußweg zur Arbeit ist oder doch ein 100-Kilometer-Marsch: „Es ist wie eine Sucht“, gesteht Monz. Sobald sie die erste Extrem-Wanderung bewältigt hat, steht sie schon in den Startlöchern für die nächste Herausforderung. Ein besonderes Highlight war der „Extrem, Extrem“ von Willingen im Sauerland zum 27 Kilometer langen Edersee und wieder zurück – macht insgesamt 160 Kilometer. „Mein erster Marsch, den ich abbrechen musste“, sagt Monz. Aber auch das passiere eben. Doch ein bisschen wurmt es die Bilanzbuchalterin dann doch, dass sie nach 70 Kilometern mit Fersenproblemen die Extremwanderung abbrechen musste. Im vergangenem Jahr hatte sie bereits die Wanderung durch zwei Naturparks, einen Nationalpark bis hin zu einem der größten Stauseen Europas bezwungen. „Mein Ziel für das nächste Jahr ist ja wohl klar. Ich bin in der Pflicht“, scherzt die Cellerin selbstbewusst.

In der Natur finde sie ihren Ausklang vom stressigen Alltag. Statt dem Fitness-Studio zieht es die Frischluft-Fanatikerin hinaus. „So sehe ich viel von Deutschland“, erzählt Monz. Denn neben Wanderungen entlang der Aller, nach Winsen, Bröckel oder Wienhausen, wandert die 57-Jährige gerne im Mittelgebirge. Im Harz und im Rothaargebirge macht die Cellerin so auch etliche Höhenmeter. Der Anstieg fordere körperlich schon einiges ab, aber Monz setzt auf die geraden Strecken: „Da pendelt sich das Tempo wieder ein.“ Auch wenn sie jetzt vor ihrer geplanten Alpenüberquerung einen Gang runter schalten will, hat die Extremsportlerin schon wieder das nächste Ziel vor Augen: eine 24-Stunden-Wanderung auf einem 100 Kilometer langen Rundkurs um Bad Doberan. Kleinkriegen lassen will sich die 57-Jährige nicht, denn wer auf Hannibals Spuren wandert, der sollte auch die wilde Ostseeküste bezwingen können.

Kurven, Schikanen, Höhenunterschiede – kurzum: eine Strecke, die Claus Neumann richtig gefällt. Der zweite Wertungslauf des Porsche Driver´s Cup führte den Celler Rennfahrer auf die Grand-Prix-Strecke des Nürburgrings. Doch für den Geschwindigkeitsfanatiker wollte es nicht so richtig laufen: ein vierter Platz in der Klasse und der achte Platz im Gesamtklassement. „Da hätte mehr drin sein müssen“, sagt Neumann.

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