Menü
Cellesche Zeitung | Ihre Zeitung aus Celle
Lokalsport DLRG-Schwimmerin Hinrichs international erfolgreich
Sport Sport regional Lokalsport DLRG-Schwimmerin Hinrichs international erfolgreich
17:25 21.05.2014
Celle Stadt

Drei Wochen hatte Merle Hinrichs Zeit um sich vorzubereiten, dann ging es für sie auf ihren ersten Wettkampf mit der Nationalmannschaft der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). In Schweden nahm die Sportlerin der DLRG Ortsgruppe Celle an einem Pool-Ländervergleich teil. „Das war schon eine Überraschung. Aber ich hatte zufällig Training mit dem Landeskader und habe mich dort vorbereitet“, sagt sie.

Die Rettungsschwimmer haben ganz eigene Disziplinen, in denen sie sich messen. „Wir haben nichts mit dem Deutschen Schwimm-Verband zu tun und haben auch eine eigene Nationalmannschaft“, erklärt Hinrichs.

Sechs Nationen schickten ihre Topschwimmer zum Vergleichswettkampf in die Becken. Mit dabei waren Deutschland, die Schweiz und skandinavische Länder. Da die Teilnehmer in einer offenen Wertung gegeneinander antraten, war Hinrichs (Jahrgang 1997) eine der jüngsten Schwimmerinnen. Doch sie ließ sich nicht einschüchtern und lieferte gute Leistungen ab.

In der Disziplin 100 Meter Lifesaver (Retten mit Flossen und Gurt) erreichte sie Platz acht. Bei der anspruchsvolleren Aufgabe 200 Meter Superlifesaver (Retten einer Puppe mit Flossen und Gurt) schnitt sie noch besser ab und wurde Siebte.

Außerdem belegte Hinrichs Platz zehn in 100 Meter Retten mit Flossen und Platz 15 in 50 Meter Retten einer Puppe. „Ich habe nicht erwartet, dass ich so gut abschneide, deswegen bin ich zufrieden“, sagt sie.

Auch mit der Frauenmannschaft erreichte die Leistungsschwimmerin aus Großmoor gute Platzierungen. In den Disziplinen Hindernis-, Puppen- und Gurtretterstaffel holte sich das Team jeweils den dritten Platz.

Bereits seit dem vergangenen Jahr ist die Gymnasiastin im Bundeskader. Dass sie jetzt mit nach Schweden durfte, hat sie gefreut. „Die Atmosphäre ist dort ganz anders, als bei den Wettkämpfen, an denen ich bisher teilgenommen habe. Dort habe ich ja Deutschland präsentiert. Das ist schon etwas Besonderes“, sagt sie.

Unter den Schwimmern habe eine gute Stimmung geherrscht. „Besonders die Schweden waren offen und sind direkt auf uns zu gekommen“, sagt Hinrichs. Viel Freizeit zur Völkerverständigung hatte die Gruppe aber nicht. E straffes Wettkampfprogramm macht da einen Strich durch die Rechnung.

„Am Freitag haben wir noch zusammen trainiert, danach waren wir die meiste Zeit bei den Wettkämpfen“, sagt Hinrichs, die gerne bei der Weltmeisterschaft im September in Frankreich für die Nationalmannschaft starten würde. „Dafür muss ich mich noch qualifizieren“, sagt sie.

Von Johanna Müller