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Lokalsport Deecke "vergoldet" Reisportkarriere
Sport Sport regional Lokalsport Deecke "vergoldet" Reisportkarriere
16:57 14.08.2017
Larissa Deecke freut sich nach ihren zehnten Turniersieg über das goldene Reitabzeichen.  Quelle: Dirk Ruechel
Verden

Deecke hat sich die nötigen Siege in Dressurprüfungen der Klasse S vor allem mit ihrem Pferd „Waldzauber“ erkämpft. „Ein besonderer Dank gilt daher dem Züchter und Besitzer des Pferdes, Rolf-Jürgen Oppermann und seiner Frau Anne“, sagt Andrea Kobbe, Sprecherin des Reitvereins Beedenbostel.

Waldzaubers und Deeckes beachtliche Turnierbilanz weist acht Siege, über 50 vordere Platzierungen allein in S-Dressuren und mehrere Meisterschaftstitel auf. Ebenfalls haben die beiden erfolgreich am Deutschen Dressur- und Springderby in Hamburg teilgenommen. Dass sie nun auch in Verden erfolgreich war und sich damit das goldene Reitabzeichen verdient hat, sorgte für Erleichterung bei der 22-jährigen Lachendorferin. „Ich bin davor 20 mal zweite Zweite geworden. Dementsprechend war ich sehr erleichtert und auch glücklich als endlich der zehnte Sieg da war“, erzählt Deecke.

Die Laudatio, die auf ihren Triumph folgte, rief Erinnerungen an längst vergangene Tage bei der ausgezeichneten Turnierreiterin wach, die von frühester Kindheit an im Sattel saß. „Ich konnte Reiten, noch bevor ich laufen konnte“, sagt Deecke, die durch ihre Eltern zum Pferdesport kam. „Meine Eltern hatten schon immer Pferde.“ So kam es, dass sie bereits im Alter von vier Jahren ihr erstes Turnier bestritt. Richtig los ging es dann vor etwa zehn Jahren. Zu dieser Zeit bezog „Anne‘s Robin Hood“ eine Box auf dem elterlichen Zuchthof Deecke. Dieses, eigentlich für den Metzger bestimmte, ausrangierte Sportpferd wurde ihr zur Verfügung gestellte und Deeckes Karriere im Dressurviereck nahm Fahrt auf. Neben vielen Erfolgen erritten die Beiden unter anderem Deeckes erste Platzierung in einer Dressurprüfung der Klasse S. Mit den Pferden Don Vitus, Don, Lotus und Wilson Pickett folgten weitere Siege und unzählige Platzierungen im mittelschweren und schweren Bereich.

Dass sie ihre Karriere nun sogar „vergolden“ konnte, hätte sie zu Beginn ihrer Reiterlaufbahn nicht für möglich gehalten. „Die Hoffnung war immer da, aber dass es wirklich klappt, daran habe ich nicht gedacht“, sagt die 22-Jährige, die hauptberuflich für die SVO arbeitet und täglich etwa drei Stunden mit ihren Pferden verbringt.

In Zukunft wolle sie sich neuen Herausforderungen stellen und eine Dreisterne-S-Prüfung angehen. Ob sie sich auch einmal an das Weltmeisterniveau, also Fünfsterne-S-Prüfungen, herantraut, lässt sie zunächst noch offen. „Da muss man auch mal gucken, ob die Pferde das mitmachen. Aber erst einmal ist das nicht vorgesehen“, sagt Deecke, um dann mit einem Lächeln hinzuzufügen: „Aber ganz ausschließen möchte ich es auch nicht.“