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Lokalsport Deftige Pleite für MPE-Rumpftruppe
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22:33 07.11.2010
Von Uwe Meier
Celle Stadt

Es war eigentlich ein Duell zweier Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte der Handball-Oberliga Männer. Während der Partie zwischen der SG Zweidorf/Bortfeld und MTV Post Eintracht Celle wurde allerdings ein Klassenunterschied deutlich. Die aus Celler Sicht heftige 26:40 (14:20)-Schlappe lag allerdings zu einem großen Teil in den personellen Voraussetzungen begründet, mit denen die Celler in die Partie gingen und die sich während der 60 Spielminuten weiter verschärften. Sascha Dehning und Hendrik Löbens gesperrt und somit nicht dabei, Sascha Niebuhr am Knie verletzt und zudem grippekrank und so nicht einsatzfähig. Marko Steffen war verletzungsbedingt ohne Training, ging angeschlagen in die Partie und schleppte sich mehr oder weniger durch. Ein Philipp Kouba, der im Abschlusstraining verletzte, aber dennoch auflief, und Steffen Müller, der gegen 20 Minuten ebenfalls verletzt vom Feld musste. Die Liste der Spieler, die derzeit beim MPE aus den verschiedensten Gründen nicht zur Verfügung stehen, ist lang. Und blickt man auf das gestrige Ergebnis, ist sie ganz offenbar zu lang. „Die Voraussetzungen waren alles andere als optimal“, so MPE-Trainer Alexander Grah, der sich erneut selbst das Trikot überstreifte, um seinem Team zu helfen. Seine vier Tore waren allerdings zu wenig, um Pluspunkte einsammeln zu können.

Zwar hielten die Celler die Partie gegen Zweidorf/Bortfeld in der Anfangsphase offen. Nach zehn Minuten stand es 7:7. Und nach zwanzig Minuten lagen die Gastgeber nur äußerst knapp mit 10:9 vorn. Dann musste Steffen Müller vom Feld und das Unheil nahm endgültig seinen Lauf. Besonders die Probleme in der Abwehr, die das Celler Team ohnehin schon plagten, wurden noch größer. Nahezu jeder Angriff der Hausherren endete mit einem Gegentor für die Celler Mannschaft. „Wir hatten auch keine personellen Alternativen, um darauf entsprechend reagieren zu können“, so Grah. Beim 12:15 (25.) war die Partie noch einigermaßen offen, doch dann legte Zweidorf/Bortfeld nach. Die 20:14-Pausenführung für die Gastgeber war letztlich schon die Entscheidung der Partie. Celle versuchte zwar nach dem Wechsel mit einer Deckungsumstellung Herr der prekären Lage zu werden. Doch vom Erfolg war dies Unternehmen nicht gekrönt. „Wir haben im Angriff zu wenige Chancen produziert,“ so Grah. „Und als uns dann auch noch die Puste ausging, haben wir eine schöne Naht gekriegt.“

MTV Post Eintracht Celle: Kibellus, Schneider – Grah 84), Müller (1), Stille (1), Baris (4), Lüer (2), Steffen (5/2), Nehring (4), Weinmann (2), Kouba (3).